Medikamente absetzen

Es ist sehr verbreitet und auch nachvollziehbar, dass Menschen mit Schizophrenie Cannabis, Alkohol oder andere Dopaminquellen zur Regulierung, also Selbstmedikation nutzen. Die meisten mit dieser Erkrankung nehmen Antipsychotika ein, die die Fähigkeit des Gehirns Dopamin aufzunehmen, hemmen, um teilweise bis zu 80% oder mehr.

Tipps und Infos dazu, wie man auf eine minimale wirksame Dosis von Antipsychotika kommen kann finde ich daher gut. Dann ist es eher realistisch, dann die Selbstmedikation (z.B. Cannabis) nicht mehr zu benötigen. Weil eben die Dopaminaufnahme-Fähigkeit weniger reduzierst ist.

@Moderation
Danke für die Ergänzung. Verstehe jedoch nicht ganz.

Eine Rezeptorblockade impliziert ja die Reduzierung der Dopamin-Aufnahme oder wo ist mein Denkfehler?
Von "Dopaminwiederaufnahme" habe ich nie geschrieben?

Wo ist bei meinem Text etwas nicht korrekt? Würde gerne lernen.


Kurzantwort

Nein, postsynaptische Rezeptoren „nehmen“ Dopamin nicht im Sinne von Transport oder Wiederaufnahme auf. Sie binden Dopamin kurz, lösen dadurch ein Signal in der empfänglichen Zelle aus und geben das Molekül danach nicht in die Zelle zurück. Die Wiederaufnahme in die Zelle erfolgt über spezielle Transporter (z. B. DAT) an der präsynaptischen Membran.

Rezeptoren binden Dopamin und leiten Signale weiter, sie ‚nehmen‘ das Molekül aber nicht auf; die Rückholung erfolgt über präsynaptische Transporter (DAT) oder durch Abbau.



Moderation (Begriffsklärung):
Gemeint ist hier nicht die Dopamin‑„Wiederaufnahme“, sondern die Rezeptorblockade durch Antipsychotika. Diese belegen 65–80 % der D2‑Rezeptoren, sodass Dopamin nach seiner Freisetzung weniger ankommt. Das unterscheidet sich klar von Wiederaufnahmehemmern (z. B. Bupropion), die den DAT blockieren und Dopamin länger im Spalt halten. Daher: eher von Rezeptorblockade/reduzierter Rezeptorverfügbarkeit sprechen als von „Aufnahmefähigkeit“.