Clozapin und Schlaf
@Maggi
das Problem mit dem Schlaf lässt sich nur schwer lösen, weil man mit einer Psychose insgesamt deutlich mehr Schlaf braucht wie jemand gesundes.
Ich durfte schon vor einigen Jahren mal mein Clozapin komplett ausschleichen. Da habe ich dann nicht mehr Schlaf benötigt, sondern bin nach 6 Std. relativ und viel besser als momentan aus dem Bett gekommen. Die Dauer von 6 Std. sind mit dem Neuroleptikum momentan einfach undenkbar - ich würde nicht aus dem Bett kommen.
Die Neuroleptika können die Schlafqualität bessern und den Schlafbedarf reduzieren, aber tragen gleichzeitig zur Negativsymptomatik bei, von daher ist es gut da einen Mittelweg zu finden indem man da nur soviel wie notwendig einnimmt
Dazu bereits geschrieben, dass ich mit meinem Neuroleptikum eher mehr Schlaf benötige. Was die Negativsymptomatik angeht, da stimme ich mit dir überein. Weil solange mein Medikament am wirken ist, fällt es mir gefühlt schwerer, mich für Aktivitäten aufzuraffen, als es dann abends oder im Laufe des Tages ist, wenn das Medikament nachlässt.
Zusätzliche Antidepressiva möchte ich eher ungern einsetzen aus mehren Gründen:
Es sollte mein Clozapin einmal künstlich zusätzlich mit Fluvoxamin erhöht werden wegen eines Verdachts, der sich nicht bestätigt hat. Das hatte mich dann nur weiter sediert, sodass ich nach einmaliger Einnahme dieses nicht mehr einnehmen sollte.
Des Weiteren je mehr Medikamente ich zu mir nehme, umso mehr Nebenwirkungen befallen mich dann auch noch. Finde ich in Bezug auf meine Libido z.B. auch eher sehr negativ.
Clozapin habe ich damals bekommen, weil ich bei 2 oder 3 anderen Neuroleptika EPMS entwickelt hatte und deren Nebenwirkungen mich insgesamt noch härter getroffen hatten. Bei Clozapin fühlte mich im Vergleich zu den anderen Neuroleptika im Geist wesentlich frischer. Es geht wirklich so gesehen nur darum, morgens aus dem Bett zu kommen. Was mich einfach daran ärgert ist, dass ich wesentlich mehr Schlaf benötige und darum weniger vom Tag habe.
Dein von dir empfohlenes oder geratenes Aripiprazol soll man, wenn ich das richtig gelesen habe, morgens zu sich nehmen. Da ist die Frage dann, ob ich wirklich diesen Prozess durchmachen möchte, von meinem Medikament zu wechseln. Weil es an für sich gut wirkt, nur was die Schlafdauer halt betrifft. Zudem finde ich es ehrlich gesagt etwas kritisch, dass du so einen Medikamentencocktail einfach empfiehlst. No Offense.