Clozapin und Schlaf

Hallo @Matthew ,
das Problem mit dem Schlaf lässt sich nur schwer lösen, weil man mit einer Psychose insgesamt deutlich mehr Schlaf braucht wie jemand gesundes.

Die Neuroleptika können die Schlafqualität bessern und den Schlafbedarf reduzieren, aber tragen gleichzeitig zur Negativsymptomatik bei, von daher ist es gut da einen Mittelweg zu finden indem man da nur soviel wie notwendig einnimmt. Zusätzliche spezielle Antidepressiva wie das Bupropion was auch ein Nikotinentwöhnungmittel ist, können die Motivation tagsüber verbessern und insgesamt einen aufgeweckter machen, diese können bei sinnvoller Anwendung die Lebensqualität deutlich steigern und die Negativsymptomatik reduzieren.

Es gibt ja eine ganze Reihe atypischer Neuroleptika, Clozapin wird etwa eher bei therapieresistenten Psychosen bevorzugt eingesetzt.
Etwas neuartigere Wirkstoffe wie Aripiprazol können einen Versuch Wert sein, das gilt unter den Neuroleptika als eines der am Besten verträglichen kann aber zu Unruhe und Restsymptomen führen.

Hier im Forum findest du dazu einen ganz neuartigen Ansatz der die Vorteile von Aripiprazol und bestimmter Antidepressiva (Bupropion+Citalopram) so kombiniert, das die Negativsymptome und Positivsymptome sich deutlich verbessern und die Nachteile des Aripiprazols wegfallen:
Medikamente-Orientierung bei Psychose

Mein Ratschlag wäre von daher über so einer kompletten Umstellung nachzudenken, was man in Absprache mit dem Psychiater hinbekommen sollte.

Da würde die Psychose mehr über die Negativsymptomatik mithilfe des Bupropions geheilt werden was auch ein Nikotinentwöhnungsmittel ist. Das Neuroleptikum in dem Fall Aripiprazol kann später Form einer Intervalleinnahme angewendet werden und wäre damit erheblich reduziert, so das sich die Wirkung gegen die Negativsymptome deutlich verbessert. Auf längere Sicht lässt sich damit die Erkrankung eher heilen als mit den üblichen Methoden die meist nur auf die Neuroleptika setzen.

Damit lässt sich zwar einiges deutlich verbessern, aber Schlafstörungen und erhöhter Schlafbedarf sind bei der Erkrankung mit einzuplanen, da wäre also ein Halbtagsjob schon eine Leistung.
Häufig gibt es da auch die Möglichkeit eine Erwerbsminderungsrente oder Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen, gerade wenn es beruflich eben kaum zu schaffen ist.

Diese beschriebene medikamentöse Möglichkeiten hast du um da erstmal für dich das Beste herauszuholen und wenn sich die Situation damit verbessert, dann kannst du auch eher sehen was für berufliche Möglichkeiten du noch hast.

Ich würde also erstmal empfehlen da das Maximale für sich herauszuholen was die Medikamente angeht, in dieser Zeit erstmal einen Gang runterschalten damit du da keine schlechten Kompromisse eingehen musst.