Dämonen und Besetzungen: Spirituelles in der Behandlung
Ich beschreibe meine Schizophrenie als eine Erkrankung des Unbewußten, weil ich in sehr kurzen klaren Phasen eine Distanzierung von meinem Handeln und Furcht vor dessen Konsequenzen hatte. Wer im Unbewußten die Macht in dieser Zeit hatte und vielleicht jetzt noch hat, das fällt mir schwer herauszufinden.
Was mir aber bei der Erkrankung auffiel war das Aufkommen von Themen, die mich früher nie beschäftigt haben - ich wußte nichtmal, was Psychiater normalerweise machen (kein Interesse am Thema) und bin dann trotzdem vor ihnen geflohen. Auch Esoterik wurde durch die Stimmen zum Thema - früher habe ich aus Versehen ein dazu passendes Buch gekauft und gleich wieder weggeworfen.
Die Stimmen nannten sich häufiger "Wellenlängen aus dem Jenseits" oder "Schizophrenia"und sie taten sowas von freundlich, obwohl sie nur logen oder Unsinn erzählten oder sangen (unbekannte Melodien mit stimmlicher Instrumentierung).
All das konnte sich nicht ein isoliertes Unbewußtes zusammenphantasieren. Mit der Phantasie hatte ich es ausserdem noch nie so, ich bin zu blöd für Kunst. Sowas kommt von bösartigen Wesen, die sich über uns lustig machen. Diese Wesen waren auch in der Lage, mir unbekannte Dinge in einem Nachbarraum zu nennen, wenn es ihnen nützte - ich kann nicht durch Wände sehen. Ich bezweifle aber, dass man sowas austreiben kann.
Eine Krankheit der Seele ist die Schizophrenie für mich nicht, Psychose ist also ein irreführender Begriff.