Ratschlag
@Sonnchen
Mein Sohn ist Asperger Autist, dafür gibt es eigentlich keine Behandlung und das war bei ihm schon immer mit Zwängen verbunden. Aber dann hatte er vor 10 Jahren eine Phase, wo er Stimmen gehört hat, die ihm gedroht und furchtbar Angst gemacht haben. Er war dann in einer psychiatrischen Klinik für zweieinhalb Monate und hat ein Medikament bekommen. Die Stimmen verschwanden und das Medikament wurde immer mehr reduziert, bis auf eine sehr geringe Dosis. Die hat er einige Jahre genommen und es lief gut. Dann wollte er das Medikament ganz ausschleichen lassen, weil er sagte, es täte ihm nicht gut, was seine damalige Psychiaterin auch akzeptiert hat. Nach ungefähr drei Monaten fing er dann an, sich völlig in sonderbaren religiösen Fantasien zu verlieren und immer weiter von dem zu entfernen, was wir allgemein als Realität bezeichnen. Er schrieb mir sehr viele sehr seltsame E-Mails mit abstrusen religiösen Inhalten und fing an, sich total in seiner Wohnung einzuigeln. Er verlässt seine Wohnung praktisch gar nicht mehr. Wir wollen demnächst wieder einmal versuchen, ihn zu bewegen, doch ein Medikament zu akzeptieren. Das geht jetzt ungefähr seit drei Jahren.