Flüchte dich nicht in die Krankheit (die Geschichte meines Vaters)
Ich sehe Parallelen in meinem Sohn-Vater-Verhältnis. Ich sag mal so ich würde, selbst wenn man die Diagnose einer Schizophrenie bekommen hat, dies nicht so einordnen, dass man sich damit voll identifiziert. Es sind Teile von Erfahrungsmustern - mehr nicht.
Die Sache ist doch die, das kann ich zumindest aus meiner Erfahrung berichten, dass psychosozialer Stress und Erwartungsdruck in "unserem" Fall Psychosen auslöst. Das Unterbewusstsein hat einen Weg gefunden auf sich aufmerksam zu machen und mit Symptomen zu reagieren.
Also teilweise würde ich meine Psychosen damit erklären, dass ich meinem Umfeld und auch vor allem auch dem Vater unterschwellig gezeigt habe, dass ich verletzt bin. So in gewisser Weise: "Siehst du jetzt ENDLICH was ihr bei mir angerichtet habt"...also aber alles unterbewusst natürlich. "Krankheitsgewinn" ist in diesem Falle eben nicht mehr nach den Erwartungen anderer funktionieren zu müssen.
Mein Vater starb vor 3,5 Jahren - ich hege kein Groll mehr, aber ich war nicht in der Lage auf die Beerdigung zu gehen und ihm eine "Ehre erweisen" wie es sich vielleicht gesellschaftlich gehört und ich bekam eine schwere psychotische Phase. Dies war allerdings ein Rückfall.