Autismus und Schizophrenie
@MeinSchatz
Ich denke eher das er sich schämt für seine Erkrankung und womöglich Angst hat dich dadurch zu verlieren. Natürlich könnte es auch sein das du ihn zu viel negative Dinge an den Kopf geworfen hast und er insgesamt keinen solchen Stress aushält.
Vielleicht will er sich stabilisieren damit du ihn weniger eingeschränkt erlebst oder weil es sonnst zu diesen Konfliktsituationen kommt.
Das er nur 1/3 der Dosis eingenommen hat, könnte schon daran liegen das er versucht diese Medikamente abzusetzen und das wäre auch eine Möglichkeit warum er sich gerade abschottet, also das er vielleicht doch absetzen möchte.
Letztendlich musst du dir da keine Sorgen machen, das wichtigste ist finde ich das du ihm gegenüber verständnisvoll bist und ihm insgesamt keinen Druck machst.
Welche Wahngedanken plagen ihn so oder mit welchen Themen beschäftigt er sich hauptsächlich.
So eine Schizophrenie bricht normal so Anfang 20 bei Männern aus, es kann schon sein das vorher schon leichte Symptome auftreten, bei mir war das vorher eher so depressiv und das ich mich krank gefühlt habe aber die Ärzte nix gefunden haben.
Wie alt ist dein Mann?
MeinSchatz schrieb
Zunächst setzte er dann das Antipsychotikum ab, als unser Kleinster wenige Monate alt war und irgendwann auch das Antidepressivum und bekam dafür Lithium, aber mit dem Wissen, dass seine Depression behandelt wird, was nicht restlos der Fall war, da er immer wieder nach Überforderungssituationen und emotionalen Stress durch irgendwelche Missverständnisse in unserer Kommunikation mit Stupor oder Katalepsie reagierte (Bewegungsarmut/-unfähigkeit).
Seid wie vielen Jahren geht das schon so und wann hat das bei ihm angefangen?
Grade in der Vorphase der Erkrankung ist glaube ich eine Diagnosestellung schwierig weil die Symptome da weniger Eindeutig sind, bei mir etwa haben die Depressionen schon mit etwa 18 Jahren angefangen, das hat sich schleichend hin zur Psychose entwickelt die dann mit 23 Jahren etwa aufgetreten ist. Heute bin ich 33.
Da er ja vorher schon ein Antipsychotikum hatte spricht das ja zumindest für eine Verdacht auf Psychose ob der Verlauf chronisch ist kann man glaube ich erst sagen wenn es beim Absetzen zu einen Rückfall kommt, also insofern kann es sein das er jetzt erst eine eindeutige Diagnose hat.
Lithium wird ja als Stimmungsstabilisator eingesetzt, hat ihn das damals etwas geholfen ein Stückweit? Venlafaxin wäre ein SSNRI Antidepressivum also ein Zwischending. Das Bupropion SNDRI+Citalopram SSRI hätte noch zusätzlich eine Wirkung aufs Dopamin und wirkt stärker als das Venlafaxin auf das Noradrenalin, was sich positiv bei Unruhe und Stimmungsschwankungen auswirkt. Insofern nützen die Antidepressiva bei der Psychose eher dahingehend etwas und haben keine primäre Antidepressive Wirkung, wo die Neuroleptika/Antipsychotika eben wirksamer sind.
Ich denke du solltest dich erstmal wirklich keinen zu starken Druck oder Sorgen machen auch wenn die Situation gerade schwierig für euch Beide ist, es gibt Möglichkeiten ob nun medikamentöser oder therapeutischer Art da wieder auf einen Grünen Zweig zu kommen und mit Schizophrenie hat man häufig auch einen Anspruch auf so eine EM-Rente, da die Erkrankten oft oder unter starker Symptomatik(auch Negativsymptome) kaum Arbeitsfähig sind. Insofern wäre die Frage eben was er vorher gearbeitet hat und ob er derzeit Arbeitet oder widereingegliedert werden soll? Da solltet ihr schauen falls er durch die Erkrankung arbeitslos wurde oder da irgendwelche Probleme mit den Arbeitsamt auftrete, das er rechtzeitig sich mit der Erwerbsminderungs-Rente umschaut, damit er das bekommt weil man auf längere Sicht auch den Anspruch auf Rente verlieren kann. Also so eine Rente ist normal befristet und mit der Hinzuverdienstmöglichkeit steht man relativ gut da, also das würde finanzielle Sicherheit für euch und Entlastung für ihn bedeuten was ihn dann die Möglichkeiten einräumt da sich therapeutisch und Medikamentös nach den besten Möglichkeiten umzuschauen und hinterher zu schauen was beruflich und so möglich ist.