Liebe Ute,
er ist noch er selbst, auch wenn es gerade nicht so erscheint.
Er ist wahrscheinlich überwältigt von Gedanken und Gefühlen, die ihn in seinem Innersten erschüttern und die ihm Angst machen.
Wie Glocki schreibt, sehe ich das auch- die Medikamente brauchen oft eine gute Weile, um Wirkung zu zeigen.
Es gibt Grund zur Hoffnung und es könnte ein längerer und kräftezehrender Weg werden den ihr zusammen geht.
Auch wenn du dich total hilflos fühlst, was ich mir sehr gut vorstellen kann- deine Anwesenheit hilft ihm!
Vielleicht hat er kaum Möglichkeiten,
nachvollziehbar zu kommunizieren, aber jede vertraute Person, die weiterhin so auf ihn eingeht wie er es gewohnt ist, stellt eine Art Anker dar.
Und so wie du es beschreibst, ist er gerad auf sehr rauer See unterwegs.
Mir haben meine vertrautesten Personen am besten beistehen können, indem sie mit einer gewissen Ruhe und Klarheit an meiner Seite waren.
Sie haben mir auch vermittelt, was gerade in ihnen vorging, ihre Sorge geäussert, das war auch in Ordnung.
Hauptsache sie waren sie selbst und stellten so das Gefühl von etwas Vertrautem her, in all diesem Chaos.
Ich wünsche dir alles Liebe.