Psychose Erfahrene brauchen einen Therapeuten und keine Medikamente

Wir sind ja im Forum viele Betroffene. Ich würde sagen, dass wir beides brauchen, nur man muss diese Dinge auch richtig machen und als Betroffen/e auch selbst hinschauen um keine dauerhafte Überdosis oder sonst was abzubekommen, was später zu Problemen führen kann.

@Supertrooper
Ich glaube, die wenigsten schaffen es dauerhaft ohne Medikamente und auch das Absetzen der Antipsychotika hat Vor- und Nachteile.
Auch Therapeuten kommen da glaube ich an ihre Grenze, also wenn die Psyche und Neurochemie aus den Fugen gerät, dann bringen einen auch die besten Therapeuten wenig bei einer Erkrankung wie Schizophrenie, trotzdem sind diese für einen guten Verlauf wichtig, was ja auch gute Gespräche mit dem Psychiater sein können, wenn man keinen Psychotherapeuten hat oder findet.

Es gibt natürlich immer Ausnahmen, wobei es auch hier von den Psychose-Erfahrenen wenige ganz Glückliche gibt, die es völlig ohne Antipsychotika auskommen.

Die Frage ist eher, was für Medikamente in welcher Erkrankungsphase gut für einen sind und inwieweit man das reduzieren kann bzw. auf verträgliche Wirkstoffe oder Intervalltherapie wie bei mir umstellen kann.

Das Forum hoffe ich auch, dass eine therapeutische Funktion hat, aber Medikamente sind ein anderes Pflaster. Resilienz und so kann man durch Therapeuten aufbauen und stärken, nur bleibt für viele Betroffene die Medikamente erstmal als ein verlässlicher stabilisierender Faktor, der sich für viel schwer ganz überbrücken lässt.
@Maggi es stimmt natürlich dass nicht jeder die Möglichkeit hat nur mi Psychoterhapie und psychologischer Unterstützung ohne Medikamente Schizophrenie oder die Auswirkungen einer Psychose in der Griff zu bekommen.

Aber ich glaube wenn die Krankenkassen mehr dazu bereit wären mehr Psychoteraphie oder Psychologische Unterstützung für Psychose Erfahrene zu bezahen, desto eher wären die Betroffenen dazu in der Lage wieder ein normales Leben zu führen.

Meine Frustration (die sich angesammelt hat über die fehlende Hilfe vom Standard-Gesundheitssystem), richtet sich deshalb natürlich nicht auf andere Erkankte. Sie sondern soll nur die Augen öffnen für ein sehr korruptes Psychiatrie System im Allgemeinen in Deutschland.
Deshalb kann ich auch nur jeden warnen Psychiatern im Allgemeinen oder diesem Fachbereich blind zu vertrauen (alleine schon wegen den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die der Fachbereich der Psychiatrie bereits in der Vergangenheit begangen hat). Hier gibt es keine Täter und Opfer sondern nur gefährliche Patienten vor denen die Gesellschaft geschützt werden muss. Dass muss sich jeder klar machen.
Die Aufgabe der Psychiatrie ist nicht dem Patienten tatsächlich zu helfen. Sonst würden andere verfügbare Behandlungen verwendet werden. Aber Kosten sparen und unberechenbares oder sehr kreatives Verhalten verhindern (Risiko minimieren, nicht unbedingt Verbrechen vorbeugen) ist hier wichtiger als tatsächlich den Kranken zu helfen.

Wenn die Medikamente tatsächlich funktionieren würden, dann gäbe es ja keinen Grund für den Protest.
Aber Medikamente zufällig verschreiben (dass funktioniert weil es einen gewünschten Effekt hat). Ohne zu wissen warum die Krankheit funktioniert und warum und wie der Wirkstoff wirkt, halte ich für mindestens grob fahrlässig vor allem wenn wir Patienten bewusst über Wirkung, Nebenwirkung der Medikamente belogen werden und auch über den aktuellen Stand der Forschung zu der Erkrankung selbst (chemischen Ungleichgewicht im Gehirn, Botenstoffe x,y).

So wird ein falsches Vertrauen aufgebaut und systematisch zerstört.

Mein Bericht soll nur als Inspiration dienen für alternative Behandlungsmethoden, für diejenigen die dass interessiert.