Psychose Erfahrene brauchen einen Therapeuten und keine Medikamente
Psychose Erfahrene brauchen einen Therapeuten und keine Medikamente
Wir sind ja im Forum viele Betroffene. Ich würde sagen, dass wir beides brauchen, nur man muss diese Dinge auch richtig machen und als Betroffen/e auch selbst hinschauen um keine dauerhafte Überdosis oder sonst was abzubekommen, was später zu Problemen führen kann.
@Supertrooper
Ich glaube, die wenigsten schaffen es dauerhaft ohne Medikamente und auch das Absetzen der Antipsychotika hat Vor- und Nachteile.
Auch Therapeuten kommen da glaube ich an ihre Grenze, also wenn die Psyche und Neurochemie aus den Fugen gerät, dann bringen einen auch die besten Therapeuten wenig bei einer Erkrankung wie Schizophrenie, trotzdem sind diese für einen guten Verlauf wichtig, was ja auch gute Gespräche mit dem Psychiater sein können, wenn man keinen Psychotherapeuten hat oder findet.
Es gibt natürlich immer Ausnahmen, wobei es auch hier von den Psychose-Erfahrenen wenige ganz Glückliche gibt, die es völlig ohne Antipsychotika auskommen.
Die Frage ist eher, was für Medikamente in welcher Erkrankungsphase gut für einen sind und inwieweit man das reduzieren kann bzw. auf verträgliche Wirkstoffe oder Intervalltherapie wie bei mir umstellen kann.
Das Forum hoffe ich auch, dass eine therapeutische Funktion hat, aber Medikamente sind ein anderes Pflaster. Resilienz und so kann man durch Therapeuten aufbauen und stärken, nur bleibt für viele Betroffene die Medikamente erstmal als ein verlässlicher stabilisierender Faktor, der sich für viel schwer ganz überbrücken lässt.