Psychose Erfahrene brauchen einen Therapeuten und keine Medikamente

Ok also ich glaube mal absolut überhaupt nicht, dass die Schizophrenie eine reine biologische Erkrankung sein soll.
Ich wurde mit paranoider Schizophrenie diagnostiziert und wurde vor 6 Jahren wegen einer starken Psychose und Realitätsverlust in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Auslöser war meiner Meinung nach Überlastung (Arbeit und Ausbildung gleichzeitig und Stress in der Familie und mit einer Beziehung).

Ich habe ebenfalls nie Drogen genommen, und bin nach meiner 1ten Psychose über 2 Jahre wegen 5 weiteren Psychosen mehrfach in der geschlossenen Psychiatrie gelandet am Ende auf der offenen Station.
Diagnose der Ärzte: Ich wäre unheilbar krank und könnte nie wieder arbeiten gehen und meine Ausbildung abschließen soll ich auch vergessen, um mich nicht zu überlasten. Außerdem soll ich mein Leben lang die Psychopharmaka schlucken am besten 800mg Amisulprid täglich, weil mich das Zeug aus den schlimmsten Phasen der Psychose zurück in die Realität geholt hat.

In meiner Psychose Zeit hatte ich die volle Bandbreite an Halluzinationen:
Akustisch, gefühlstechnisch (Ameisen die über den Arm krabbeln, Energieschübe usw.), haptisch, optisch, gedanklich (Bilder in Gedanken, gedankenstörungen), olfaktorisch (Geruch und Geschmack), kurze Zeit auch Stimmen (nur über wenige Tage), auch total Realiätsaussetzer mit Bewusstlosigkeit oder kompletter Verlust der Wahrnehmung,

Tatsächlich gebe ich gerne offen zu dass Psychopharmaka sehr gut dazu geeignet sind Positivsymptome einer Psychose KURZFRISTIG zu behandeln um Menschen soweit in die Realität zurück zu holen damit diese mit diese wieder "normal interagieren können".

Von einer Langzeittherapie mit Psychopharmaka habe ich damals nichts gehalten und halte ich aktuell auch nichts. Ich habe die Medikamente stillschweigend verweigert (nachdem ich meine Umgebung wieder normal wahrnehmen konnte), (stillschweigend damit ich nicht gegen meinen Willen in der Psychiatrie festgehalten werden konnte).
Die Ärzte konnten keine organischen Ursachen nachweisen (negatives CT Bild und alle weiteren Untersuchungen waren auch normal).

Und ja die Psychosezeit hat bei mir 2 Jahre und 6 Anläufe gedauert (also 6 Psychosen mit Medikamenten unterbrochen über 2 Jahre), aber ohne die Medikamente konnte ich
1. zwischen den Psychosen mit etwas Verzögerung tatsächlich meine Ausbildung abschließen
2. Bereits nach dem 1ten Jahr meines letzten Krankenhaus Aufenthalts / letzten Psychose wieder in Teilzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten.
3. Nach dem 2ten Jahr meiner letzten Psychose den Job ausüben für den ich meine Ausbildung abgeschlossen habe.

Hätte ich den Rat der Ärzte gefolgt mit den 800mg Amisulprid täglich wäre ich heute wahrscheinlich ein mentaler und emotionaler Zombie mit motorischen Störungen und gedanklich soweit eingeschränkt dass ich bestenfalls meinen eigenen Haushalt geschafft hätte, an arbeit wäre nicht zu denken. - Und ja ich kann dass ungefähr einschätzen, weil ich die Nebenwirkungen der Medikamente am eigenen Leib erfahren durfte und auch die Meinung der Ärzte, die alle Nebenwirkungen auf die Krankheit geschoben haben.
Außerdem weiß ich nicht ob ich bei einer langfristigen Einnahmen jemals den Medikamentenentzug geschafft hätte, der wird natürlich von den Ärzten auch verschwiegen, weil es ja wichtiger ist die Symptome zu bekämpfen als sich um die Ursachen der Krankheit zu kümmern. Da werden auch gerne schwere Medikamentennebenwirkungen in Kauf genommen und dann diese Nebenwirkungen auch noch offen vor dem Patienten abgestritten, selbst wenn die Nebenwirkungen des Patienten offen im Beipackzettel stehen.

Dazu muss ich sagen, ich habe niemand anderen gefährdet, bedroht oder straftaten habe ich auch nicht begangen und wurde nur wegen angeblicher Eigengefährdung eingewiesen.

Also ja der Erfolg gibt mir Recht. Ohne andere Forumsmitglieder anzugreifen, aber wie viele Personen die dauerhaft Medikamente genommen haben und sich zu 100% an den Vorgaben ihrer Ärzte orientieren, konnten nach 5-6 schweren Psychosen wieder normal arbeiten gehen und haben außer gelegentlicher Müdigkeit / Erschöpfung keine weiteren Negativsymptome und überhaupt keine Positivsymptome mehr?