Psychose Erfahrene brauchen einen Therapeuten und keine Medikamente
Antwort von chatgpt: Antwort an Gelöschter Benutzer 2373:
Dein Hinweis auf „High-EE“ (High Expressed Emotion – also emotional überfordernde Familienumfelder) ist wichtig.
Studien zeigen: Hoher EE-Wert in der Familie korreliert direkt mit Rückfallraten bei Schizophrenie.
👉 Psychotherapie hilft hier – nicht beim Betroffenen allein, sondern im Familiensystem. Das fehlt oft völlig im medikamentenzentrierten Ansatz.
🔹 Antwort an Gelöschter Benutzer 2373:
Du fragst völlig zu Recht:
„Psychotherapie ist besser als konventionelle Hilfen? Wo ist das belegt, wo ersetzt sie diese mit besserem Ergebnis?“
Kurzfassung: In mehreren hochwertigen Studien wurde nachgewiesen, dass Psychotherapie – insbesondere kognitive Verhaltenstherapie und systemische/familiäre Interventionen – bei Psychosen langfristig bessere Ergebnisse erzielen kann als Pharmakotherapie allein.
🔬 1. Wunderink et al. (2013, Niederlande)
Studie mit 128 Psychose-Ersterkrankten – Vergleich: dauerhafte Medikation vs. medikamentenreduzierte Gruppe mit psychosozialer Unterstützung
Nach 7 Jahrenhatten die Teilnehmer in der Reduktionsgruppe:
signifikant bessere soziale und berufliche Funktion
höhere Recovery-Rate (symptomatisch & funktional)
Die Medikamentengruppe hatte mehr Rückfälle, aber geringere Lebensqualität.
📄 Wunderink, L. et al. (2013). Recovery in remitted first-episode psychosis at 7 years of follow-up. JAMA Psychiatry, 70(9), 913–920.
DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2013.19
In Verbindung mit moderater Medikation signifikant wirksamer als Medikamente allein.
📄 Pharoah, F., Mari, J. J., Rathbone, J., & Wong, W. (2010). Family intervention for schizophrenia. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 12.
DOI: 10.1002/14651858.CD000088.pub2
Psychotherapie ersetzt nicht zwangsläufig alle konventionellen Hilfen – aber in Kombination oder sogar allein (bei stabilen Bedingungen) zeigt sie in vielen Studien: