Depressionen

Danke für Deine Expertise. Bupropion nehme ich schon seit Herbst letzten Jahres ein. Es bringt aber nichts, genausowenig wie das Amitryptiln, das ich eine zeitlang genommen und letzten Monat abgesetzt habe. Lithium nehme ich ebenfalls, es hat mir bei der letzten schlimmen depressiven Phase geholfen, jetzt aber nicht mehr. Einen wirklich passenden antidepressiven Wirkstoff habe ich bislang nicht gefunden. Früher hat mir Sertralin sehr geholfen, das war vor der Psychose. Jetzt bringt es nichts mehr. Ich habe generell das Gefühl, dass Antipsychotika (nehme ich seit anderthalb Jahren regelmäßig), wie Du auch schreibst, die Wirkung von Antidpepressiva teilweise eliminieren bzw. ganz aufheben.
@Katzemaus , vielleicht würde dir ein kurzzeitiges intervallmäßiges Absetzen der Antipsychotika auch helfen.

Lithium ist eben für die Nieren auf Dauer sehr schädlich, da würde ich bei Langzeittherapie eher Abstand nehmen.

Bupropion (SNDRI) und Sertralin (SSRI) sollten sich sehr gut ergänzen. Ich hab zum Bupropion, Citalopram (anderes SSRI) eingenommen, was gut funktioniert hat. SSRI's wirken ja auf das Serotonin, was die Stimmung aufhellt und die Libido reduziert, was bei abgesetzten Antipsychotika auch nützlich sein kann, da man dann auch Emotionaler wird und leichter die Stimmung ins Depressive kippen kann, auch mit Bupropion (SNDRI). Bupropion hat keine dämpfende Auswirkung auf Libido und keinen so stark antidepressiven Effekt von der Grundstimmung wie SSRI's, Bupropion verbessert aber den Antrieb / Negativsymptome sehr bei der Schizophrenie und die kognitiven Symptome Wachheit werden besser. Stimmungsstabilisierend wirkt es auch bei innerer Unruhe und Reizbarkeit (vor allem beim Absetzen des Antipsychotikums).
Lithium wäre von daher als Stimmungsstabilisator auch eher unnötig. Dafür brächte es zum SNDRI + SSRI ein schlafförderndes Medikament wie Trimipramin-Tropfen(trizyklisch) oder Trazodon(Serotonin Modulator) oder eben andere schlaffördernde Substanzen. Ohne würde Bupropion und die Psychose selbst in den Absetzphasen verstärkt Schlafstörungen auslösen, was man mit den schlaffördernden Substanzen stabilisieren und hinauszögern kann, bis eben das Antipsychotikum kurzzeitig notwendig ist.

Vitamin B (hochdosiert) + Magnesium finde ich absolut ratsam. Vitamin B reduziert auch innere Unruhe beim vorübergehenden Absetzen des Antipsychotikums und auch Reizbarkeit wird damit reduziert, wozu an sich das Bupropion auch gut ist, aber das auch an Grenzen stößt, wenn Monate nach Absetzen des Antipsychotikums die Antidepressiva von ihrer Wirkung schwächeln.