5mg Olanzapin hat meine gesamte Paranoia ausradiert?
Das Risiko, mit den Krampfanfällen ist etwas übertrieben, da Bupropion in Retardform und relativ kleinen Dosierungen eingesetzt wird. Früher hat man Bupropion über 600mg eingesetzt und in Talbettenform die direkt ins Blut geht. Retardtabletten lösen sich langsam auf und heute werden an sich bis 300mg normal eingesetzt, also da ist das Risiko gering.
Wenn du da keine besondere Neigung zu Krampfanfällen und so hast, würde ich mir da keine Sorgen machen.
Bei Alkoholentzug können Krampfanfälle auftreten und bei der Kombi mit Bupropion wäre das eben dann eine Addition solcher Nebenwirkungen, also warnt man eben da häufig da auch viele andere Antipsychotika ein Risiko für Krampfanfälle haben. Das Risiko ist auch so sehr gering, also kaum über Placebo.
Also, das ist halb so wild.
@MattzeB vielleicht kannst du deinen Psychiater ja doch davon überzeugen, das eben ausprobieren zu dürfen bei besonderer Vorsicht während der Umstellung. Anderweitig kannst du auch dir eine Zweitmeinung bei einem anderen Psychiater holen, wenn dieser sich querstellen sollte.
An sich würde ich mir von keinem Psychiater das verbauen lassen, weil das Bupropion eine echte Chance ist und notwendig, wenn du später phasenweise das Antipsychotikum absetzen bzw. reduzieren möchtest. Bei mir war das entscheidend, da dieses Antidepressivum sich deutlich von anderen unterscheidet, gibt es kaum oder keine richtige Alternative dazu.
Man kann da etwa den Psychiater das in einer eher eigenverantwortlichen Sicht fragen, dass man sich dem Risiko bewusst ist, aber es zumindest mal testen möchte. An sich sind Antidepressiva eher milde Wirkstoffe, also wenn wäre es eben möglich, dass du Olanzapin etwas reduzieren musst, falls sich Wirkung oder Nebenwirkungen irgendwie verstärkten sollten, was zumindest theoretisch möglich ist, da irgendwo immer leichte Wechselwirkungen da sind.