Vergangenheit Oder Halluzination? Bitte um Hilfe 🙏
Klingt alles etwas verstrickt.
Bei Psychose kann Traum und Realität verschwimmen. Träume können sich im Nachhinein wie reale Erinnerungen anfühlen.
An Dinge dich zu erinnern als du 1 Jahr warst, ist auch etwas ungewöhnlich, weil so Kindheitserinnerungen nur manche haben, ich etwa kann mich an so Sachen nicht erinnern, meine Schwester glaube ich schon eher.
Auch so etwas kannst du ja im Nachhinein dir erträumt haben, also dass reale Erinnerungen mit traumhaften Vorstellungen sich verweben.
Ich würde an deiner Stelle da keine teureren Therapien von Heilpraktikern oder sonst wem suchen, sondern eher überlegen, was du von deinen Medikamenten her neu einstellen oder umstellen kannst, da die Medikamente, Antipsychotika und alles sehr viel ausmachen, wobei es da viele Möglichkeiten gibt.
Wie nimms du aktuell deine Medikamente oder nimmst du diese unregelmäßig, setzt manchmal ab und so?
Da ist ja meine Mutter.“ Ich dachte: „ Kacke, meint er jetzt wirklich mich.“
Dies wäre so ein typisches Symptom der Psychose, also übliche Beziehungsideen, weil man praktisch alles auf sich bezieht und bedeutsam empfindet, also mit den eigenen Gedanken in Verbindung oder Bezug setzt. Da reißt man Dinge völlig aus dem Zusammenhang, aber das wirst du ja entsprechend auch kennen. Antipsychotika können das ja gut behandeln, aber teils schränken Antipsychotika auch ein und werden ungern eingenommen, von daher kann es ja gut sein, dass du diese phasenweise reduziert oder abgesetzt hast.
Hattest du als Antipsychotikum schonmal Aripiprazol (Abilify), da dieses relativ gut verträglich ist und trotzdem gut wirkt, wäre das vielleicht eine Möglichkeit dich besser zu sortieren. Hier findest du auch andere
Antipsychotika mit Nebenwirkungsprofilen.
Längerfristig würde ich dich wegen Kognitionen, Konzentration und alles zur
Medikamente-Orientierung hier im Forum raten, wobei da dann mehrere Dinge Schritt für Schritt umgestellt werden sollten.
Viele der üblichen Antipsychotika und Therapien können stark einschränken, was zur Ablehnung und fehlender Compliance führt. Da sollte zumindest einiges für dich drin sein, von daher wäre es gut, wenn du beschreibst wie du deine Antipsychotika einnimmst, welche Dosierungen, Wirkstoffe und wie regelmäßig du das einnimmst?
Meiner Meinung nach suchst du vielleicht etwas sehr in deiner Vergangenheit, etwa nach einer Schuld für die Erkrankung, wobei diese ja eher genetisch bedingt ist. Häufig wird diese Erkrankung auch vererbt, also wäre gut möglich, dass ein Elternteil bei dir erkrankt war und deswegen du beim Vater aufgewachsen bist oder so, also solche Erkrankungen können schon sehr einschneidend sein, ohne dass jemand "Schuld" hat, wenn Familienverhältnisse etwas zerrüttelt sind, oder so.
Du bist ja erst 2017 erkrankt, da sehe ich viel Chancen und denke die Probleme die du beschreibst bekommst du mit einer guten medikamentösen Grundlage in den Griff.