Hallo
@Was kann ich nur machen,
ich nehme nur noch selten Aripiprazol als Antipsychotikum ein, was in kleinen Dosierungen um 5mg sehr gut verträglich ist. Höher dosiert ist es auch Nebenwirkungsarm, kann aber verstärkt Akathisie (Sitzunruhe) machen. Von daher ist es gut da mit 5mg zu beginnen, was häufig ausreicht.
Bei mir waren auch etwas hebephrene Symptome dabei bzw. der Verdacht auf Hebephrenie, wobei man im Verlauf der Erkrankung und je nach Medikamenten auch von der Diagnose etwas variieren kann. Bei mir etwa paranoide Psychose, verdacht auf Hebephrenie und dann gemischte schizoaffektive Psychose. Depressionen und Stimmungsschwankungen wären auch etwa Affektiv, weil Affektiv bedeutet, dass die Gefühle betroffen sind.
Stimmen kenne ich so gar nicht, eher leichte sehr real wirkende Halluzinationen, wie wenn man in einem Film ist und die Realität sehr verzerrt wahrnimmt.
Doxepin hatte ich vor der Psychose und hab das auch mit Antipsychotika wie Risperidon später mal kombiniert. Das ist sehr problematisch, da viele Wechselwirkungen und extreme Sedierung auftreten kann. Aufs Doxepin solltest du also besser verzichten wenn du auf ein Antipsychotikum umgestellt wirst. Doxepin 12,5mg hat ungefähr so stark wie die vorher 50mg gewirkt.
Ich kann dir diese
Medikamente-Orientierung vorschlagen, das könntest du dir ausdrucken und mit deiner Psychiaterin so umstellen.
Dabei wird das Aripiprazol später nur noch in Intervallform eingenommen, was unüblich ist, anfangs wäre täglich ca. 5mg schon wichtig. Aripiprazol wirkt nach ca. einer Woche auch sehr gut antidepressiv, also ist bei einer Psychose auch vom depressiven her recht verlässlich. Antidepressiva dagegen können in einer Psychose zu wirkungschwach sein bzw. von ihrer Wirkung nachlassen je akuter oder je länger man kein Antipsychotikum hat.
Später kannst du die Empfehlung folgen und es mit zusätzlich Bupropion (SNDRI Antidepressivum) probieren was kognitionen und Negativsymptome verbessert, gegen Stimmungsschwankungen wie Reizbarkeit in der Absetzphase hilft un damit eine unterbrochene Einnahme des Aripiprazols (Antipsychotikum) wie in der Empfehlung möglich macht.
Trimipramin-Tropfen (Trizyklikum wie Doxepin) können bei Schlafproblemen helfen, aber auch da kann die Sedierung sehr stark sein. Aktuell nehme ich da Trazodon was den Schlaf gut reguliert ohne Schlafüberhang zu machen, auch Antidepressiv ist Trazodon ganz gut.
So etwas könntest du probieren, indem du erstmal dich auf Aripiprazol umstellen lässt und dir vielleicht gleich die
Empfehlung (Druckversion) dir für deinen Termin ausdruckst, um diese längerfristige Umstellung besprechen zu können.
Aufs Doxepin solltest du also bei einer Umstellung aufs Aripiprazol verzichten oder die Dosis reduzieren, vor allem wenn du dich nach dem Aripiprazol übermäßig sediert fühlst, dann liegt das vor allem am Doxepin, was in so einer Einnahmephase deutlich stärker wirkt.
Da Aripiprazol sehr gut antidepressiv wirkt und später da weitere Antidepressiva vorgesehen sind, ist das Doxepin unnötig. Doxepin, Trimipramin-Tropfen oder Trazodon würde sich später bei Schlafstörungen anbieten, aber eher in Absetzphasen des Aripiprazols. Bupropion wirkt eher wie Amphetamine bzw. ADHS Medikamente, es macht wach und konzentriert, von daher muss man vor allem wenn man das später ergänzt zusätzlich schauen wie man mit den Schlafstörungen umgeht. Trazodon bin ich grade gut zufrieden, wobei es vorher mit Trimipramin-Tropfen gut funktioniert hat.
Das Antipsychotikum später unterbrochen einzunehmen macht diese Ergänzungen wichtig, ansonsten funktioniert es bei dir erstmal mit Monotherapie Aripiprazol, um ein Gefühl für den Wirkstoff zu bekommen, der an sich eines oder mit das verträglichste Antipsychotikum ist. Dauereinnahme kann eben trotzdem Motivationslosigkeit und Negativsymptome bedeuten, was die späteren Ergänzungen und unterbrochene Einnahme des Aripiprazols dann korrigiert.