Kopf leer verzweifelt was ist passiert? Wie tot
- Ich kenne diese Situation, nur ist das bei mir der Zeitpunkt wo ich schon Antipsychotika einnehmen muss.
Negativsymptome der Psychose und Depressionen sind sehr ähnlich, also das hängt zusammen, wobei das bei einer Psychose keine ganz so richtige Depression ist. Bei mir waren das zumindest nur mittelgradige Symptome, wobei mich schon vor der Psychose Depressionen begleitet haben. Die Psychose macht es eher lebhafter und bunter, also ist fast wie antidepressiv wenn man so will.
Aripiprazol also das Antipsychotikum setzt im Grunde alles auf zurück, es wirkt an sich auch Antidepressiv, wobei Motivationsprobleme bleiben. Die Konzentration sollte auch wenn du kurzzeitig Aripiprazol hättest ein Stück besser werden, weil das eben bei Psychosen sehr effektiv ist und der Kopf da einfach zu voll ist.
Sucht ist auch so eine Sache, meinst du mit Rauchstopp Nikotin oder der Cannabis oder beides?
Ich kann dir unterschiedliche Dinge anbieten, wobei Aripiprazol an sich das verlässliche Medikament in der Situation ist und du das für mindestens 2-3 Wochen beginnend mit kleiner Dosis 5mg nehmen solltest. Aripiprazol kann höherdosiert innere Unruhe fördern, weshalb man das langsam einschleichen sollte oder schauen kann ob 5mg ausreichen. Ist an sich da sehr verträglich verglichen zu anderen Medikamenten oder Antipsychotika. Nachteil ist eben das Antipsychotika Motivation und Antrieb nehmen, also Negativsymptome begünstigen, weshalb auch Aripiprazol manchmal wie ein Dorn im Auge ist. So wirkt es aber sehr gut antidepressiv also da kannst du dich von der kompletten Stabilisierung am ehesten drauf verlassen. Es hilft also gegen Traurigkeit oder Aussichtslosigkeit, wobei es den Antrieb anders als Antidepressiva (Negativsymptome) eher reduziert.
Ansonsten kann dir jetzt vielleicht hochdosiertes Vitamin B6 (ca. 200-500mg) und Magnesium gegen die Unruhe etwas helfen, aber das hat eben nur leichte Wirkung und zögert womöglich nur das unvermeidbare etwas hinaus. Vitamin B6 bekommst du hier in höherer Dosis 100mg was preislich ok ist. Magnesium sollten normale Dosierungen ausreiche, also um 400mg.
Hier ein Artikel dazu, damit du die Hintergründe verstehst.
Ansonsten wirken in so einer Situation auch Antidepressiva nur schwach, also Aripiprazol ist ein Antipsychotikum was auch antidepressiv wirkt. Das wenn du einnimmst, dann kannst du hinterher mit speziellen Antidepressiva (Bupropion SDNRI+Citalopram SSRI) dich auch ohne Aripiprazol stabilisieren, nur brauchst du dazu einen stabilen Ausgangszustand mit Aripiprazol und später auch die Antidepressiva, wenn du meiner Empfehlung folgen möchtest.
Hier die Empfehlung in Kompakter Form:
- Aripiprazol 5mg für 3-6 Wochen würde ich dich vorschlagen
- In dieser Zeit Bupropion 150 dann 300mg einschleichen. Bupropion ist ein SNDRI Antidepressivum, es hilft bei Sucht, innerer Unruhe/Reizbarkeit und baut einen leichten Schutz auf, sodass du später dann länger Aripiprazol weglassen kannst. Es wirkt Amphetaminähnlich, steigert Konzentration und Wachheit, auch deswegen brauchst du erst Aripiprazol damit du ausreichend schlaf findest, denn in der aktuellen Situation würdest du dann erstrecht oder gar nix mehr schlafen mit Bupropion.
- Citalopram kann später ergänzt werden dies ist ein SSRI-Antidepressivum mit klassischer Serotoninwirkung, das kann die emotionale Leere später füllen, obwohl es Emotionalität selbst lindert, also effektiv diese Traurigkeit bei Psychose lindert, indem Emotionen eher abgeflacht werden. Aktuell kann sich das bei dir eventuell von der Emotionslosigkeit etwas so anfühlen, aber diese kann ebenso auch übersteigert sein, also Traurigkeit übermäßige Verliebtheit oder Wahnhaftes wäre auch wie eine Emotion, was man eher etwas dämpfen sollte.
- Ansonsten wäre etwas gegen Schlafstörungen gut, wie eventuell Trimipramin, was womöglich zu sehr sediert, das kann man optional sehen. Ich möchte selbst Trazodon da bald mal testen, weil Schlafstörungen in solchen kurzzeitigen Absetzphasen des Antipsychotikums eine Schwierigkeit für sich sind.
Bupropion also erst nachdem du dich mit Aripiprazol stabilisiert hast.
Citalopram und Trimipramin-Tropfen gegebenenfalls ergänzend. Trimipramin kann Sucht und Schlafstörungen etwas lindern. Citalopram kann Nebenwirkungen vom Bupropion und diese Emotionale Dämpfung machen. SSRIs wie Citalopram reduzieren eher die Konzentrationsfähigkeit etwas, Bupropion verbessert das eher.
Sind nur grob die Zusammenhänge.
Vitamin B6 kann Unruhe auch so etwas reduzieren + Magnesium, das wäre eine Möglichkeit aktuell und beleitend, aber ich würde dir trotzdem erstmal zum Aripiprazol raten, damit du insgesamt zu einen stabilen ausgangszustand kommst, wo auch das Depressive, Konzentration und alles stabilisiert wäre. Also nur begleitend hochdosiertes B6 und Magnesium.
Damit würdest du seitens des Bupropions (+Trimipramin-Tropfen) deine Sücht(e) in Griff bekommen, da Bupropion bei Nikotinsucht echt gut ist. Trimipramin kann bei anderen Süchten etwas helfen, wobei du da insgesamt bei der Empfehlung von mir achtsam bleiben solltest.
Du kannst dir die Empfehlung ja ausdrucken (Druckversion), damit du so eine Umstellung deinen Psychiater auch erklären kannst und ihn die Möglichkeit lässt sich einzulesen.
Kiffen ist ja zusätzlich schlecht, wobei unklar ist ob du wirklich "nur" drogeninduzierte Psychose oder eine normale Psychose hast, da Drogeninduziert womöglich etwas besser von der Chance ist ganz ohne Antipsychotikum später mal klarzukommen.
Hast du Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen die mit Unruhe verbunden sind? Da wäre später B6 und Bupropion sehr gut. Vorerst braucht es Aripiprazol weil du nur so eine verlässliche Grundlage hast was schnell wirkt, also du musst es wenn du es so nimmst auch keine Ewigkeit einnehmen. Sollte eben mit dem Psychiater alles abgeklärt sein von daher lese dich etwas ein dazu.
Ich kann dir das auch nur als Betroffener Empfehlen. Gibt viel schlimmere Antipsychotika wobei Aripiprazol sehr verträglich ist, aber etwas zu Akathisie(Unruhe) neigt. Von daher lieber in kleiner Dosis anfangen und bleiben, je nachdem was du brauchst.
Mithilfe von dem Bupropion kannst du dich dann längerfristig vom Antipsychotikum entwöhnen, weil du das Aripiprazol dann absetzen kannst und durchs Bupropions zumindest eine ganze Zeit stabilisiert werden kannst ohne die von dir beschriebenen Probleme. Dabei spielen dann später erst Citalopram oder Trimipramin-Tropfen im Bedarfsfall eine Rolle.
Wichtig ist Bupropion SNDRI und Aripiprazol Atypisch. B6+Magnesium kann von der Unruhe und Reizbarkeit auch sehr helfen.
Einfach fragen wenn dir etwas unklar ist. Wenn du so nach und nach umstellst, kannst du im Forum mich auch so immer Fragen. Ich hab so kein Cannabis konsumiert, also bei mir ist es eher klassisch paranoide Psychose und Affektiv also auch Emotionen und in Depression aber das kann man mit AD und Aripiprazol echt gut behandeln, wenn man es richtig macht und bisschen ein Gefühl dafür bekommt wie einen die Wirkstoffe helfen.