Erstaufnahme wie Verhalte ich mich richtig?
Hallo Miri,
kann sehr gut verstehen, dass du traurig und auch inzwischen ziemlich fertig bist, ich habe auch manchmal das Gefühl, ich kann nicht mehr.
Bei mir geht es um meinen Sohn, der vor 10 Jahren eine erste Psychose hatte mit Stimmenhören, die behandelt wurde. Trotzdem dauerte das Stimmenhören etwa 2 Jahre an. Das Risperidon hat er dann noch ca. 6 Jahre in sehr geringer Dosis genommen (er ist außerdem Autist). Dann wollte er es nicht mehr und es wurde ausgeschlichen. Seit ca. 2 Jahren ist er wieder in einer Psychose, diesmal leider unbehandelt, weil er der Meinung ist, dass er nicht behandlungsbedürftig ist. Auch er hat mir gegenüber sehr krasse Sachen ausgedrückt und dann den persönlichen Kontakt komplett abgebrochen (außer dass er mir E-Mails schreibt, die zeigen, dass er sich sehr weit von dem, was wir normalerweise als Realität bezeichnen, entfernt hat.)
Um dich etwas zu entlasten könntest du in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige gehen, falls es so etwas in eurer Stadt gibt. Ich habe gerade herausgefunden, dass es bei uns zwei Trialog-Gruppen und eine Selbsthilfegruppe gibt. In der Trialog-Gruppe sprechen Betroffene, Angehörige und medizinisches Personal (Ärzte/Ärztinnen und/oder Pfleger/innen) miteinander. Ich werde zum nächsten Termin am 14. Mai hingehen. (Trialog gibt es inzwischen in 120 Städten in Deutschland, habe ich gelesen). Vielleicht gibt es das ja auch bei euch.
Ich wünsche dir und euch alles Gute.
Liebe Grüße,
Nina