Unterschiede zwischen Aripiprazol(Abilify) und Cariprazin(Reagila)
Cariprazine - Wikipedia hat mir sehr viel weitergeholfen. Das Cariprazin ist im Grunde so ähnlich wie das Aripiprazol, die kleinen aber feinen Unterschiede liegen aber in der stärkeren DA D3-Bindung (hierbei kann erst dadurch das körpereigene Dopamin von den D3-Rezeptoren verdrängt werden), ferner spielt die leichte bis moderate D3-Agonisierung (welche zugunsten der D1-assoziierten Aktivitäten im präfrontalen Cortex gehen sollen, D1 wird nicht gedämpft) mit rein und D2 wird nicht so stark partiell agonisiert wie das das Aripiprazol macht. Manche bekommen eher vom Cariprazin Akathisie, andere eher vom Aripiprazol (und Übelkeit), EPMS in Richtung tardive Dyskinesie, ich meine eigtl. Parkinsonismus sind unter Cariprazin häufiger und stärker, das hängt aber auch stark von der eingesetzten Dosis ab. Eine Dosisreduktion ist nicht einfach hinzubekommen, da die Wirkstoffe als Partialagonisten die Neurotransmission erst einmal auf ein bestimmtes Level einstellen. Deshalb ist der gefürchtete Dopamin-Exzess bei der behandelten Grunderkrankung trotz streckenweisem "Funktionieren" mit einer Minidosis leider möglich. Das Aripiprazol wirkt jedoch auch in den kleineren Dosen schon sehr stark und das Cariprazin fängt schon bälder an zu wirken (durch die hohe Affinität zu den Rezeptoren) als dies die sehr lange Halbwertzeit des Didesmethylcariprazin bzw. des zweiten Metaboliten in Folge erwarten lässt.
Ich schleiche zur Zeit ein bzw. habe angesetzt wieder
das Cariprazin, und bemerke nichts Negatives, obwohl ich das Aripiprazol jetzt sieben Tage nach der ersten Cariprazineinnahme auf nur 3 mg/Tag herabgesetzt habe im Tablettenspender und in fünf Tagen auf nur noch ca. 1,25 mg setzen werde (vielleicht zur Dauereinnahme zusätzlich zu den 2 mg Cariprazin am Tag).