Was passiert, wenn man absetzt?

Er weist sich nur ein, wenn es brenzlig wird. Beispielsweise hat er zuletzt in unserem örtlichen Supermarkt mehrmals versucht zu klauen und nachdem die Strafanzeige erfolgte und die Polizei ihn gesucht hat, ließ er sich 2 Wochen einweisen.

Die Medikamente nimmt er danach trotzdem nicht.

Ich bin aus Österreich und in dem Fall kommt die Polizei, klopft an, aber er macht nicht auf und geht wieder. Sie dürfen ihn auch nicht mitnehmen. Der Vermieter kündigt nur fristlos, wenn mehrere Monate keine Miete bezahlt wird. Ansonsten wird gerichtlich aufgekündigt, aber dauert bis zu einem Jahr.

Es gibt einen Antrag auf betreutes Wohnen, aber dem muss er selbst zustimmen, wenn der genehmigt wird.

Er darf selbstbestimmt leben und das legt allen Institutionen trotz der Schwierigkeiten mit ihm Steine ihn den Weg, um etwas zu unternehmen.
Bei so einer Krankheit ist alles schwierig. Die Medikamente bringen keine Heilung in dem Sinne, man wird nur etwas leichter Handhabbar gemacht.
Das Problem ist, das dahinter ein großer Geldapperat steht, alle verdienen mit den Kranken selbst die Polizei, aber verantwortlich für schlechte Therapien fühlt sich keiner.
Die Gesellschaft braucht auch noch jemanden über den man herziehen kann, dem es schlechter geht.

Gäbe es gute angemessene Therapien, würde ich das alles akzeptieren, aber man verdient sich mit Depotspritzen beispielsweise noch 1000€ im Monat, für Wirkstoffe die ursprünglich aus den 80ern kommen. Würde man neue verträgliche Wirkstoffe einsetzen, wäre das günstiger und Betroffene würden die Therapien auch leichter annehmen können.

Wenn man schon im Bauchgefühl hat, dass die einen letztendlich kaum helfen oder gar schaden, dann ist es mit der Medikamente-Einnahme eben besonders schwierig.
Hier im Forum findet man eine Therapieempfehlung, wie es auch mit viel weniger Antipsychotika klappen kann.