wieviele menschen haben keinen zugang zu pillen?

die leute laufen weg auf der strasse, wenn möglic h noch im pijama (selbst erlebt), schreien rum und so vieles andere (!) was man nicht einfach so hinnehmen kann !

> Das sehe ich in Deutschland genauso, die wollen halt unbedingt eingeliefert werden, aber das geht halt nur durch Überwindung einiger Widerstände, sonst keine Aufmerksamkeit...

Wenn ein Spiel gespielt wird, erkennt man das meistens erst daran, welches Ziel das psychologische Spiel verfolgt. Hier wäre das, ein Leben ohne Verantwortung oder eine Erholungsphase vom Erwerbsleben in der geschlossenen "Psychiatrie". Es ist ja halt unangenehm aufzunehmen, aber die Arbeitgeber meiden strikt die Personenkreise, die sich krank melden. Warum? In den ersten vier Wochen des Beschäftigungsverhältnisses müssen sie keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten, dann sechs Wochen lang, dann übernimmt die Krankenkasse z. B. 78 Wochen (!) lang, danach ist aber auch dort Schluss. Also wollen sie gleich eine Klärung, welche Krankheit und ob häufiger AU's eingereicht werden. Trifft das zu, bekommt man den Job nicht oder verliert ihn bald wieder. Als Behinderter wird man sowieso nicht eingestellt, außer beim Staat, weil man da sowieso unkündbar ist. Die Unternehmen finden Behinderung ab 30%, bei denen man eine Gleichstellung beantragen kann (allerdings bekommt man erst einen SBH-Bescheid ab einem "Grad der Behinderung" von 20) uncool und hinterfragen sie auch regelmäßig. Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine seelische Behinderung wird meistens ein Ausschlussgrund sein, weil der Arbeitgeber so tickt "entweder gesund und arbeiten wollen oder krank und nicht arbeiten wollen" (obwohl das nicht stimmt, aber er handelt nach dieser Maxime). Auch hier wieder: Ausnahmen bestätigen die Regel. In der Regel wird man aber sagen müssen, dass man mit der seelischen Krankheit oder Störung keine Probleme mehr hat und dass sich das schon vorher gezeigt und bewiesen hat. Dann aber betritt man wieder den Bereich, dass man auch den Schwerbehindertenausweis oder die Gleichstellung nicht zur Anwendung bringen kann, ferner noch, dass wenn man z. B. Medikamentennebenwirkungen hat, kein "Weg zurück" aus der Argumentationssackgasse möglich ist. Aus diesem Grund habe ich mich 2018 für die WfbM-Schiene zum Arbeiten entschieden. Dies allerdings nach über zehnjähriger (nur kurze Unterbrechungen) ständiger Arbeitslosigkeit im Lebenslauf. Und nach einem für mich ungeeigneten, da körperlich zu strapaziösen und Hebe-Anforderungen handwerklichen Beruf, gefolgt von abgebrochenem und deshalb heute leider ebenfalls völlig wertlosem (da es nichts Positives mehr im Lebenslauf vermittelt) Informatik-Studium.