Psychose und Sinnsuche

Man kann durchaus auch zwischen Psychose und Gotteserfahrungen unterscheiden, aber man muss die Grenzen verstehen, sowas wie ein schmaler Grad.
Ich glaube weniger, dass es einen großen Unterschied gibt. In der Bibel steht glaube ich "Viele sind berufen, wenige auserwählt", vielleicht ist die Psychose ja für einige wie eine Berufung von Gott das Leben umzustellen oder etwas zu verändern, wobei man da schon von dämonischen und bösen Stimmen wohl deutlich differenzieren muss.
Bei mir sind es etwa gar keine Stimmen.
Vielleicht haben Betroffene ja eine Art telepathische Verbindung zu anderen Menschen, der Natur oder zu Gott. Dämonen und das Böse spielen aber auch mit rein und ich glaube das diese Unterscheidung sehr schwer ist, wenn etwa Betroffene von Kräften besessen sind, die dämonisch womöglich auch Macht über die Kranken wollen. Da gibt es womöglich kein schwarz/weiß.

Antipsychotika schützen womöglich auch vor den telepathischen äußeren Einflüssen Kapseln einen aber auch ab und schwächen den eigenen Willen. Problem ist auch ob man eben als Schizophrener wie ein Gutmensch für schlechte Dinge missbraucht wird, so eine religiöse Psychose, wenn Kriege und Konfliktgeschehen auf der Welt dazukommt, kann extrem erschütternd sein und da können einen Mainstreammedien im Wahn auch bestätigen, wenn man zu leichtgläubig ist. Manche Antipsychotika machen kognitiv dumm und fördern, es wenn man sich wahnhaft in Konflikte reinsteigert, da kritisches Denken gegenüber Mainstream und Medien oder auch sich selbst erstmal entstehen muss. Problem ist, wenn man sich von den psychotischen Symptomen im Wahn bestätigt fühlt und im Akutfall können es ja irre Bezugsideen sein die einen dann antreiben.

Ich mache zwischen Psychose und Gotteserfahrung von daher keinen so großen Unterschied, wobei sich Psychosen ganz Grundsätzlich inhaltlich unterscheiden können und womöglich das Religiöse nur für manche Betroffene bedeutsam ist.
Im Religiösen kann man sich auch verlieren, da finde ich hilft ein gesunder Abstand zur Religion, also wenn man sich vielleicht auch sachlich damit beschäftigt. Religion kann ja auch extreme Ängste und Wahn in einem erzeugen, wenn man tiefgläubig ist oder von so einer Schizophrenie völlig aus den Fugen gerät, da muss man erstmal zu einem gesunden Umgang mit dem Religiösen zurückfinden. Wenn man einer Glaubensgemeinschaft angehört, kann man ja auch sich Ähnlichkeiten und Unterschiede zu anderen Religionen anschauen und dabei auch eine etwas (selbst)kritische Einstellung zum Glauben an sich finden, weil in der Psychose "glaubt" man eher zu viel ist leichtgläubig täuschbar und schwach, dazu kommt das man da ja zwischen 20-30 Lebensjahren ist, also häufig wenig über diese Dinge über die Krankheit und so weis, also alles sich erstmal aneignen muss, was einen hinterher ein gewisses Fundament bietet. Psychose ist für mich, wie wenn einen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wo vorher das Leben vielleicht Trist und Grau war, wird alles viel bunter aber auch beängstigend und schwierig das irgendwie durchzustehen, bis man sich langsam fängt und an halbwegs gute Therapien und Medikamente kommt.