Negativsymptomatik
Hallo,
ich würde nicht alles auf Medikamente schieben. Die Medikamente erzeugen schon starke Negativsymptome, vor allem wenn es Risperdal und Leponex ist.
Aber wenn man die Medikamente absetzt, dann dauert es noch länger, bis man wieder aus der Negativsymptomatik rauskommt, weil man neue Psychosen hat. Man hat dann noch schlimmere Zustände.
Die Medikamente bremsen die Krankheit sozusagen aus. Und verzögern alles. Wenn man sie längere Zeit einnimmt und es die richtigen sind, dann kann man sich wieder einigermaßen gut fühlen.
Wenn man die Medikamente absetzt, gibt es einen "Honeymoon"-Effekt. Man fühlt sich berauscht und tausend mal besser als ohne Medikamente. Wenn man dann weiterhin keine nimmt, merkt man nicht, dass man in eine Psychose gleitet. Das ist mir passiert. Ich habe die Medikamente in der Klinik abgesetzt und bin nach Hause gegangen. Dann habe ich Menschen beim Zahnarzt halluziniert. Mein Gang wurde immer schneller, bis ich nachts aus dem Haus lief und die Polizei rief, weil ich meinen Körper nicht mehr kontrollieren konnte.
Mit Medikamenten fühlt man sich schon wie ein Zombie, aber das ist besser, als ferngesteuert durch die Gegend zu rennen, nicht schlafen zu können und gar nichts mehr auf die Reihe zu kriegen.
Mit Medikamenten ist das Leben zwar nicht schön, aber mit Psychose wäre alles noch schlimmer!
Ich rate euch, nehmt die Medikamente weiterhin.
Ich hab mit Zeldox die Nebenwirkung "Heitere Stimmung" und das gefällt mir :). Fühle mich allerdings total zombiehaft. Das ist irgendwie als hätte mir jemand meine Bewegungen in den Gliedern weggenommen. Bewegung tut ja bekanntlich gut, aber wenn es zu viel ist, hat man überschwängliche Emotionen und kann gar nichts mehr. Das ist bei Psychosen der Fall.
Wenn die Bewegungen (Neuroleptika wirken ja auf die Basalganglien, die die Bewegungen steuern) langsam sind, kann man sich auf etwas konzentrieren oder man kann etwas neues Lernen, oder eine Aufgabe durchführen. Das kann man in psychotischen Zuständen nicht mehr.