Ich weis nicht mehr weiter

Hallo Hasendame,

da kann ich mich Lila Lila nur anschließen. Wenn ich in deiner Schilderung lese "wir sind in den letzten 12 -13 Jahren durch alle Facetten des psychischen Ausnahmezustandes ... verbale Gewalt, Drohungen und Beschimpfungen, körperliche Gewalt" ... letztes Jahr im März ist er völlig ausgetickt und hat mich fast umgebracht ... mein Sohn kam aus dem Bett und wollte helfen ... wir konnten fliehen". Dein Sohn ist 11 Jahre! Und du schreibst das geht so seit 12 - 13 Jahren. Also hat dein Sohn seit seiner Geburt sein ganzes Leben in dieser Atmosphäre verbracht. Er muss maximal traumatisiert sein! "Er rennt vom Vater weg und hält ein Messer vor sich". Wie weit muss es noch gehen? So wie du schreibst, gibt dein Mann den exzessiven Alkoholkonsum nicht auf und hat keine Krankheitseinsicht. Und wenn er die nicht hat, kannst du ihm nicht helfen. Aber das Kind muss da raus! Es kann doch nicht sein, dass ein 11jähriger nachts versuchen muss, die Mutter zu beschützen, weil der Vater sie fast umbringt. Du bist erwachsen, und es ist deine Entscheidung, dich zu schützen oder nicht aber denke bitte auch an deinen Sohn; er hat diese Entscheidungsfreiheit nicht, sondern ist der Situation und häuslichen Gewalt hilflos ausgeliefert. Ich weiß nicht, inwieweit du derzeit die Möglichkeit hast, mit deinem Sohn an einen sicheren Ort zu gelangen aber euer Zuhause ist kein sicherer Ort für dein Kind und für dich auch nicht. Ich denke, eine vorübergehende Trennung könnte dir und vor allem deinem Sohn helfen, mal zur Ruhe zu kommen und vielleicht auch deinen Mann bewegen, einer Behandlung zuzustimmen. Meiner Meinung nach bräuchte dein Sohn eine Psychotherapie und dein Mann dringend Medikamente. Die Schilderung eurer häuslichen Situation hört sich sehr bedrohlich an aber nur du kannst sie beenden, um deinem Sohn ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen.

Liebe Grüße,
Nina