Ich weis nicht mehr weiter

Man sollte natürlich an Vater und Sohn denken.. Aber ich bin ganz Andres Meinung, das Kind kann ja nichts dafür und wird mächtig mit diesem Verhalten bestraft.. Aber natürlich soll man auch dem Vater helfen. Beide Seiten sehen.. Kind schützen, Vater therapieren, medikamentös und mit Psychotherapie. ( ist meine Meinung, bzw. mein Vorschlag.)
Ihr bestraft das Kind, indem ihr die Familie auseinanderreißen wollt, ohne überhaupt euch die Mühe machen zu wollen die Situation genau zu reflektieren und was man machen kann, um die Auslöser abzustellen oder ihn zur Krankheitseinsicht zu bringen, indem auch die Mutter versteht das ihr Mann Antipsychotika dringend braucht und Psychotherapie kein Ersatz ist.

Die Mutter braucht in erster Linie Klarheit wie sie bei ihrem Mann die Situation entschärft und dazu gehört es die Erkrankung und was von der Erkrankung kommt, besser zu verstehen, warum er an Medikamente kaum vorbeikommt und Psychotherapie weniger das Problem ist. Problem ist, das ihr Mann Psychoeduktion braucht, was man beispielsweise in der Klinik bekommt aber das bei sprachlichen Defiziten auch schwer ist. Also bräuchte er etwa Schulungsmaterial um seine Erkrankung besser zu verstehen.

Wir können hier keine konstruktive Diskussion führen, wenn ständig von "Trennung" die Rede ist. Erstmal sollte man wirklich schauen wie die Mutter an dem Vater herankommt, denn falsche Erwartungen wenn man selbst glaubt das Schizophrenie mit einer Psychotherapie heilbar oder behandelbar ist, dass verschlimmert die Situation nur. Medikamente, Beruf und Krankheit sind teils schwer miteinander zu vereinbaren zumal Vollzeitarbeit oder Druck von seiten der Familie auf den Vater wie ein Gesunder zu funktionieren wie Gift sein kann. Es gibt Betroffene und Angehörige die sich über die Sozialleistungen kaum bewusst sind, teils auch zu stolz sind diese Erkrankung und die damit verbundenen Veränderungen zu verstehen und annehmen zu können.

Da wäre es doch schön @Kleeblatt wenn wir hier keine Richter spielen würden und keine Verurteilungen machen würden. Eine Konstruktive herangehensweise bedeutet auch, dass man die Dinge erstmal hinterfragt und wie gesagt gibt es vielleicht niederschwellige Möglichkeiten den Vater und damit die ganze Familie zu helfen, wenn man sich die Mühe macht erstmal zuzuhören und zu fragen wie diese Situation entstanden sind, ob der Vater und warum er keine Medikamente einnimmt.
Bei so vielen Unklarheiten wäre es doch schön, wenn wir nüchtern die Dinge uns anschauen könnten ohne mit Emotionaler Hetze die Mutter eine völlig ausweglose Situation aufzuzeigen wo nur Trennung noch hilft.

Oder warst du vom ersten Tag Krankheitseinsichtig, nimmst liebend gern die Medikamente ein, warst nie beim Absetzen der Medikamente oder so aggressiv. Klar dass es bei einer Familie mit Kind/ern erstmal drängender erscheint, aber wenn sich die Mutter schon ins Forum bewegt hat, dann wäre es schön, wenn wir hier aus Betroffenensicht schauen könnten was vielleicht besser gemacht werden könnte, wo der Vater vielleicht unnötigen Druck ausgesetzt ist. Statt das wir uns hier aufspielen zu wissen was das Beste fürs Kind ist. Trennungen oder Scheidungen sind für Kinder auch sehr schwierig und hier liegt der Streit und die Problematik an der Erkrankung, das ist also kein Grundcharakter sondern eine Krankheitsbedingte Überreaktion, die man auch nur mit Antipsychotika einfangen kann, also Psychotherapie bringt im Akutfall wenn jemand gar keine Medikamenete einnimmt nix, weil die Psychose sich trotzdem verschlechtert bis zu dem Punkt wenn man in der Klinik landet, da kann man dann hoffen das in der Zeit nix passiert.
Das Kind zu schützen ist klar wichtig, aber das tut man auch indem man den Vater dazu bewegt freiwillig Medikamente einzunehmen und überhaupt beruflich und alles eine realistische Perspektive aufzeigt.

Bitte geht an solche Themen Sachte und weniger Emotional oder einseitig ran.