Ich weis nicht mehr weiter

Es geht darum, dass sich hier jemand neu vorstellt und seine Sorgen einbringt ohne das überhaupt etwas versucht wurde die Situation genau zu verstehen und zu hinterfragen, was es noch für Möglichkeiten gibt.

Da geht es etwa um Erwerbsminderungsrente und andere Sachen, die vielleicht überhaupt noch nicht in Betracht gezogen wurden und die Situation grundlegend entschärfen würden.
Auch bezüglich der Medikamenteeinnahme, denn der Alkohol ist nur Sekundäres Problem, wenn kein Antipsychotikum eingenommen wird und völlige Krankheitsuneinsicht da ist.

Seit ihr alle vom ersten Tag an Krankheitseinsichtig gewesen? Ich finde es krass, wenn man sich völlig Empathielos zeigt der Situation gegenüber und es scheint bisher mit dem Vater ein einmaliger Vorfall gewesen zu sein scheinbar ohne das dabei jemand zu Schaden gekommen ist.
Hier die Unterstellungen und Interpretationen, die dem Vater vorwerfen sich nie entschuldigt zu haben, finde ich falsch, da wird meiner Meinung zu viel persönliches reininterpretiert und vorweggenommen, was auch Teil unserer Krankheitssymptome ist, so voreiliges Schlussfolgern.

Ich finde man kann die Situation verschlimmern, wenn man die Mutter zu einer Trennung drängt, ohne überhaupt versucht zu haben die Situation zu verstehen. Hier hatten viele Jahre oder Jahrzehnte lang Zeit ihr Leben Krankheitsgerecht einzurichten, hier im Forum sind viele die keinen Beruflichen und anderen Stress haben und ohne diese Hintergründe zu kennen verurteilt man den Vater der ähnlich wie die Mutter und das Kind in einer Situation sind wo man vor allem Hilfe und Verständnis sucht, was man machen kann. Dazu gehört in letzter Konsequenz auch sich zu trennen, aber vorher wäre es vielleicht auch für die Mutter gut die Situation gesundheitlich, beruflich und alles zu verstehen.
Wenn ich lese die Psychotherapie hier als Schizophrenie-Behandlung als Mittel der Wahl betrachtet wurde oder wird, was eben keine medikamentöse Therapie ersetzt und erstmal klar sein muss ob und wie er seine Medikamente einnimmt.



Auch sollte Dramatisierungen und Emotionalisieren der Situation ist falsch. Es geht darum das die Angehörigen über die Situation des Vaters Bescheid wissen, auch was ihm hilft, dass er Medikamente braucht. Wenn er Antipsychotika einnimmt oder sich halbwegs einsichtig dazu zeigt wäre das ja ein gutes Signal und da muss man eben schauen warum er etwa absetzt usw.

Auch die Mutter muss verstehen das Psychotherapie kein Medikamenteersatz ist und da müssen wir die ganze Situation eben erstmal aufschlüsseln und schauen wie man der Familie als Ganzes so helfen kann, womöglich ist dann der Stress für den Vater weg oder er begibt sich in einer gute Therapie, denn man kann als Schizophrener auch sehr leicht sehr schlecht behandelt werden. Teils sind ja die Therapien nach Schema F ohne Nebenwirkungen und Problem groß zu berücksichtigen und dann setzen Betroffene eben erstrecht oder gerade deswegen ab, weil keiner hinhört und man keine Möglichkeiten aufzueigt.

Hier das Forum wäre für ihren Mann eine gute Anlaufstelle, wo er auch mit Englisch mitmachen könnte indem er seine Texte vorher übersetzt, also es gibt Möglichkeiten und da stellt sich die Frage ob er bereit ist wenn die Mutter erstmal selbst die Probleme besser versteht, auch Hilfen anzunehmen.
Wenn er morgen seine Medikamente(Antipsychotika) einnimmt, dann ist der Familie mehr geholfen, als wenn man sich weiter in eine Trennung arbeitet ohne die Problemlage von ihm und der Erkrankung zu verstehen. Die Aggressionen treten beim absetzend er Neuroleptika in der Regel auf und wenn er da einsichtig ist und gut eingestellt, dann kann man auch die Probleme so bewältigen oder kann wenn es dann trotzdem aufgrund von volliger uneinsicht zur Trennung kommt, dann sagen dass man alles probiert hat.

Der Alkohol allein ist es meiner Meinung nach nicht, weil das mit und ohne Alkohol auftritt. Wenn man Medikamente einnimmt, kann man auch Alkohol trinken, ohne solche Symptome zu zeigen.
Man sollte natürlich an Vater und Sohn denken.. Aber ich bin ganz Andres Meinung, das Kind kann ja nichts dafür und wird mächtig mit diesem Verhalten bestraft.. Aber natürlich soll man auch dem Vater helfen. Beide Seiten sehen.. Kind schützen, Vater therapieren, medikamentös und mit Psychotherapie. ( ist meine Meinung, bzw. mein Vorschlag.)