Ich weis nicht mehr weiter
Ich weiß, wie instabil man mit schlechten Antipsychotika und daraus folgenden Absetzversuchen sein kann, also ein völlig anderer Mensch als man sich selbst kennt, sehr reizbar etc.
Für eine Familie kann das sehr schwer sein, wobei ich denke das dein Mann
@Hasendame auch sehr auf deine Hilfe angewiesen ist und sich die Situation bei einer guten Medikamenteeinstellung grundlegend ändern würde!
Ist dein Mann arbeitslos oder muss dieser dich und das Kind mit einem Voll- oder Teilzeitjob versorgen? Problem kann sein, dass Schizophrenie und Medikamente einen sogut wie Arbeitsunfähig machen, also in manchen Situationen Erwerbsminderungsrente (wenn er die Voraussetzugen erfüllt) besser ist. Dann kann er zu der Rente noch 520€ dazuverdienen bei einem Paar müssten sogar 850€ zusätzlich bei maximal 3 Stunden arbeit täglich möglich sein, wobei man sich da genau über die aktuelle Rechtslage informieren muss.
So eine Entlastung durch Erwerbsminderungsrente kann es euch insgesamt erleichtern, damit er sich um seine Gesundheit und eigenen Baustellen ohne weitere finanzielle Sorgen besser kümmern kann. Später kann man dann immer noch mehr arbeiten, wobei das eben mit Kürzungen bei der Rente verbunden sein kann.
Da solltet ihr allgemein schauen, wie ihr den Druck auf ihn reduziert da die Psychose extremer psychischer Stress im Akutfall ist und mit den üblichen Antipsychotika man so gut wie keine Motivation hat, um einen Beruf mit der notwendigen Motivation nachgehen zu können, da das dann auch im Beruf Probleme bedeutet ob mit oder ohne Medikamente.
Von daher wäre es erstmal gut zu wissen, welche Antipsychotika er einnimmt, ob er überhaupt regelmäßig Medikamente außerhalb der Klinik einnimmt?
Ganz ohne Antipsychotika wird er immer wieder instabil werden, von daher sind solche für Betroffene manchmal übliche Absetzversuche kein guter Zustand für die Familie.
Wenn er dagegen täglich Antipsychotika einnimmt und somit ruhig ist, kann das Movtivationstechnisch auch ein unerträglicher Zustand für ihn sein, da Negativsymptome der Erkrankung durch Antipsychotika schwer behandelbar sind oder sogar schlechter werden können.
Da wäre dann die
Behandlungsempfehlung von mir(Druckversion) besser, wobei ich eine Psychose ohne Stimmen habe und auch individuelle Faktoren reinspielen, auf welche Wirkstoffe man gut anspricht.
Generell ist es erstrebenswert ein Atypisches Antipsychotikum zu suchen, was er bereit ist, regelmäßig am besten täglich und durchgehend einzunehmen, ohne dass er damit völlig weggetreten ist.
Die Nebenwirkungstabelle hilft die Nebenwirkungen des jeweiligen Medikaments was man einnimmt besser zu verstehen und mögliche Alternativen zu erwägen.
Psychotherapie ist auch so für Schizophrene eher schwer zu finden, auch wenn es wichtig und nützlich sein kann, muss in erster Linie die medikamentöse Therapie stimmen und da gibt es viele Möglichkeiten.
Von daher wäre es gut zu wissen, welche Medikamente er zuhause einnimmt, was er so bereits für Wirkstoffe zuhause und in der Klinik hatte, wie er mit der Medikamenteeinnahme umgeht und alles? Da könnte ich dich grundlegend beraten, damit er gut verträgliche Wirkstoffe sich aufschreiben lässt oder im Idealfall die Empfehlung von mir ausprobieren kann.