Stimmenhören (2)
Sorry wenn ich das Thema noch einmal aufreiße, aber ich komme auf dieses "Stimmen hören" nicht klar:
Ich hatte schon immer "Stimmen" im Kopf, schon seit dem ich 6 Jahre alt bin oder so. Aber das waren für mich ganz normale äußere Einflüsse. Ich habe auch gut funktioniert, habe Gymnasium besucht und alles.
Und wenn ich diese Stimmen "hoch hole", dann klingt das ggf. so, als ob die Person neben mir stehen würde.
ABER: Das ist doch nicht krank? Das ist eine ganz normale Funktion meines Gehirnes.
Klargestellt: Ich "höre" die Stimme nicht im Raum oder so. Ich kann das klar meinem Gehirn zuordnen. Die Stimme ist bei mir im Kopf. Es klingt dann halt nur so, als ob die Person neben mir steht (Klar, ich konzentriere mich ja auch darauf).
Was meint ihr dann immer mit ihr "hört Stimmen"? Ich kann da nie was mit anfangen?
Unterschied Psychose: In der Psychose bin ich den Stimmen "hörig". D.h. die Stimmen erreichen mich irgendwie, ohne das ich das hinterfrage. Das ist ja auch das Gefahrenpotential bei der Psychose bei mir (und allgemein).
Ich verstehe dann nie was ihr meint, wenn ihr gegen die "Stimmen in euren Köpfen" ankämpft. Das ist doch eine normale Funktion eures Gehirnes. Da könnt ihr euch noch so sehr mit Medikamenten zupumpen.
Oder hört ihr die wirklich im Raum oder so, und könnt die nicht zuordnen?
(Das geht bei mir übrigens auch, ich kann ne Stimme "in den Raum" projezieren, aber das ist dann ja von mir gewollt).
Auch negative Stimmen sind normal, weil wir das täglich abgekommen (manche Menschen mehr oder weniger). Sowas kann ich zumindest immer abkapseln bzw. verdrängen (ausgenommen Psychose).
Sorry, wenn ich das so blöd frage, aber es beschäftigt mich schon seit meiner 1. Psychose. Stimmen waren schon immer wie Stimmen in meinem Kopf. Das wird für mich auch immer so bleiben. Ich nehme die Medikamente letztlich nur, um nicht psychotisch zu werden.
Das ist das, was ich auch immer bei den Psychologen vermisst habe. Mal klar definieren, was man unter "Stimme" versteht. Ich denke, jeder Mensch (auch "Gesund") hat "Stimmen" im Kopf. Es ist nur unterschiedlich, was das natürlich für welche sind und wie drauf reagiert wird.
Psychose ist für mich ein ganz anderer Zustand.
(Auch interessant, ich habe das gerade mal getestet: Ich bin eigentlich Atheist, aber wenn ich an "Geister" glaube, dann steht da auch ein Geist. Ich denke, dass ist ein Effekt wie z.b. bei der "Fata Morgana", das Gehirn sieht, was es sehen will. Genauso ist es dann mit der "Stimme im Kopf". Aber ich kann das beliebig "an" und "ab" schalten. Ich bin ja auch Herr über meinen Kopf.)
Soll jetzt keine Lösung für "Schizophrenie" sein, aber ich denke, dass das auch viel mit Glauben zu tun hat und wie das Gehirn eigentlich funktioniert. Und per se finde ich ne Stimme im Kopf auch nicht als "krank". Da soll mich mal jemand vom Gegenteil überzeugen.