Ist der Verlauf von Schizophrenie besser, wenn man Medikamente nimmt?

Es gibt eine Ursache und daraus folgt, dass ich dann Dopamin-Überschuss kriege. Der Dopamin-Überschuss kann ja nicht selbst die Ursache sein. Der Dopamin-Überschuss ist ja nur ein Zustand, der zur halluzinativen Wahrnehmung führt.
Durchaus, auch wenn die Ursache unklar ist, irgendetwas ob nun psychologisch, spirituell oder neurochemisch wird schon als Ursache da sein.
Trotzdem geht es auch um einen Dopaminmangel oder Unterfunktion, von der man neben den Dopaminüberschuss ausgeht. Beides gleichzeitig zu haben ist also möglich.
Falsch finde ich sich immer nur auf den Dopaminüberschuss zu fixieren, denn die "Ursache" wie du sagst kann biochemisch auch ein Mangelzustand sein, der wiederum erst zu einem Übermaß an Dopamin führt oder beiträgt.
Wenn man Neuroleptika nimmt, behandelt man ja nur symptomatisch. Das heißt, dass das nur das Dopamin unterdrückt wird. Nach einigen Jahren ist man dann aber wieder im selben Zustand wie vorher, weil man nicht die "Ursachen" beseitigt hat.
Antipsychotika beheben den Überschuss. Angenommen der Mangel ist eine Ursache, dann müsste man ja vorgeschalten erst den Mangel lösen damit das Gehirn kein überschüssiges Dopamin anregt. Was die Ursache für den Mangelzustand in bestimmten Hirnregionen ist, mag unklar sein, aber es gibt Hinweise das bei einer Psychose gleichzeitig ein Überschuss und Mangel vorhanden ist, nur eben andere Gehirnregionen.
Bei neueren Antipsychotika bewirbt man diese ja auch teilweise so, dass diese das Dopamin regulieren.

Ich nehme Bupropion was im Grunde gegenteilig zu den Antipsychotika wirkt mit Erfolg ein. Damit wird durch Dopaminwiederaufnahmehemmung diese Mangelzustände behoben, was ich durch eine Verbesserung der kognitiven Symptome und Negativsymptome bei mir merke. Auch zögert es den Rückfall hinaus, also für mich den Zeitpunkt, wenn ich wieder Aripiprazol einnehme. Bei mir wurde da einiges besser, wo Dauereinnahme von Antipsychotika eben bei mir vorher nix gebracht hat.

Mit den B-Vitaminen sehe ich auch einen Nutzen, aber da wären auch Studien und so notwendig. B6 weiß man das bei Akathisie hilft. B12 hat nervlich auch einen Effekt, das habe ich früher auch ausprobiert. B3 habe ich immer mal gelegentlich probiert, aber ich frage mich, woher du das hast, das es hilft?
Ich habe das hier gefunden:
https://www.naturafoundation.de/Wissenszentrum/Artikel/b-vitamine-wirksam-bei-schizophrenie

Ich frage mich nur, ob wirklich ein Mangelzustand bei uns vorliegt, ich glaube eher das B-Vitamine auch ohne direkt von Mangel zu sprechen einen therapeutischen Effekt haben, also ergänzend vielleicht wichtig sind.