Meinungen
An sich
@Gelöschter Benutzer 2371 habe ich F20 also auch paranoide Schizophrenie und später F25.2 dazu bekommen (gemischte schizoaffektive Psychose, die F20 stand da als zweite Diagnose)
Das beides auftritt kommt vor und so Überschneidungen, wobei ich eher affektiv durch die häufigen Absetzversuche wurde, was bei mir eben zu stärkerer Unruhe führte. Dialog mit Stimmen hatte ich so nie, worüber ich sehr glücklich bin davon verschont geblieben zu sein, bei mir ist es da mehr emotional.
Antidepressiva die auf das Serotonin wirken wie SSRIs reduzieren durch die Serotoninwirkung eher die Emotionen und Libido, was auch einen antidepressiven Effekt hat und bei mir nützlich / war ist, dass fehlt beim Bupropion welches nur Noradrenalin und Dopamin abdeckt. Wenn man also so ein emotionaler oder Affektiver Typ ist können Serotoninwiederaufnahmehemmer die Affekte also Emotionen blocken, die bei mir aber auch deswegen auftreten, weil ich kaum Antipsychotika einnehme und da das dann verstärkt, hochkommt bei mir.
Bupropion hilft eher gegen Reizbarkeit und Wut beim Absetzen, also das hat bei mir vorherige Reduzierungs- und Absetzversuche sehr riskant gemacht, als ich es ohne Bupropion versucht habe.
Insofern hat mir die Kombi aus Bupropion NDRI und Citalopram SSRI sehr viel geholfen, weil es die Reizbarkeit und die Emotionalität in dieser Absetzphase des Antipsychotikums bei mir effektiv zurückhält. Ich nehme eben etwa nur alle 6 Monate Aripiprazol ein für 2-3 Wochen, was ohne Bupropion vorher bei mir mit verstärkter Affektivität (Emotionalität) und Reizbarkeit verbunden war, weshalb ich da meist schon ohne Antipsychotikum nach 1-2 Monaten gegensteuern musste.
Ich habe auch so Angst vor den Risiken der Antipsychotika und mein Leben ist heute viel besser als vorher. Manchmal sind es eben Kleinigkeiten die einen Unterschied machen können und man sollte die Mechanismen verstehen, um daraus einen Nutzen zu ziehen, wie etwa beim Bupropion und Citalopram.
Gut, solange du für dich so mit den Antipsychotika klarkommst und keine gravierende Negativsymptome hast kann ich das gut verstehen, wenn du da mit dem Paliperidone besser klarkommst. Wollte nur darlegen das man bei der Kombination von Wirkstoffen auch viele Mechanismen nutzen kann, um eventuell auch störende Nebenwirkungen zu umgehen und dann eventuell Aripiprazol trotzdem funktionieren kann. Ich kann deswegen auch verstehen, wenn das das für dich ausschließt und da etwas andere Erfahrungen hast, gibt aus meiner Sicht irgendwie trotzdem ein paar Überschneidungen bei uns von den Symptomen der Psychose.
Dachte nur, da du Bupropion und die Wirkstoffe kennst, vielleicht hilft dir das ja weiter doch zu schauen, ob du damit etwas anfangen kannst