Autismus und paranoide Schizophrenie ähnlich?
@Nina
Vielen Dank für deinen Kommentar, aber ich bin mir nicht sicher, ob du die grundlegende Funktion von Hypothesen in der Wissenschaft korrekt erfasst hast. Natürlich ist die Dopamin-Hypothese, wie der Name schon sagt, eine Hypothese – das bedeutet jedoch nicht, dass sie aus der Luft gegriffen ist. Sie basiert auf Jahrzehnten sorgfältiger Forschung, klinischer Beobachtungen und empirischer Daten.
Dass eine Hypothese nicht "der Weisheit letzter Schluss" ist, liegt in der Natur der Wissenschaft. Fortschritt entsteht, indem bestehende Modelle geprüft, ergänzt oder auch korrigiert werden. Genau deshalb gibt es auch die von dir erwähnten Serotonin- und Glutamat-Hypothesen – sie sind keine Konkurrenz, sondern Ergänzungen, die das Bild komplexer Erkrankungen wie Schizophrenie verfeinern.
Dein Einwand, dass Umweltfaktoren, Traumata und soziale Einflüsse möglicherweise eine Rolle spielen, ist nicht falsch, aber auch nichts Neues. Der aktuelle Forschungsstand berücksichtigt längst solche multifaktoriellen Ursachen und untersucht das Wechselspiel von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren. Es ist also nicht so, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier "zu simpel" denken – die Realität ist einfach komplexer, als es sich in einem Kommentar zusammenfassen lässt.
Liebe Grüße zurück!