wieder da

@ Karma. Also, mir geht es ähnlich. Immer wenn es schwierig wird in meinem Leben, sehne ich mich zurück in die Psychose, in der ich die größte Liebe meines Lebens erlebt habe. Und das nun schon zum zweiten Mal. Aber schön war es nur am Anfang. Es wurde dann sehr quälend. Ich hatte mich dann immer mehr selbstzerstört. Das ist doch Grund genug, um die Finger davon zu lassen, sollte man meinen. Ich bilde mir immer ein, dass ich die schöne Zeit der Psychose in mein Leben integrieren kann. Aber das funktioniert nicht. Ganz oder gar nicht. Und ganz dann mit fatalen Folgen. Warum nur habe ich solche Gedanken? Mit dem Verstand kann man sich das alles klar machen. Aber da ist dann eben auch noch das Gefühl, und das sehnt sich in das Schöne zurück. Und dann denke ich auch immer, dass vielleicht doch vieles echt ist, was man in der Psychose erlebt, obwohl ich doch genau weiß, dass mir während eines psychostischen Schubs mein Gehirn einen Streich spielt und nichts weiter. Deshalb nehme ich ja auch fleißig meine Medis. Ich schreibe Tagebuch. Ich bin dann selber immer wieder erschrocken, wie dicht ich noch an einer Psychose bin ,und es wohl immer sein werde, weil ich darin so sehr geliebt habe. Dabei bin ich gar nicht allein. Ich habe einen sehr lieben und einfühlsamen Freund, der mich bei allem sehr unterstützt und mit dem ich über alles reden kann. Und ich habe einen wunderbaren erwachsenen Sohn, der mir leider zurzeit Sorgen macht. Ich habe das Gefühl, ich laufe immer am Saum zu einer anderen Welt. Ich bin immer gefährdet, besonders wenn die Sehnsucht in mir wieder übermächtig wird. Hoffentlich schaffe ich es, mich von solchen Gedanken zu befreien.

Salambo