Brauche ich Medikamente oder ist das nur meine Persönlichkeit?

Hallo zusammen,

Ich habe folgendes Problem: Wenn ich draußen unter Menschen bin fühle ich mich immens beobachtet. Meinen Körper kann ich nicht bewusst kontrollieren. Ich kann meinen Kopf nicht leicht bewegen, weder nach rechts noch nach links gucken weil ich körperlich so starr bin. Wenn ich unbewegt irgendwo stehen (in der Haltestelle) oder sitzen (im Bus) muss, fühle ich mich umzingelt und mein Körper friert ein, weiß dann echt nicht wohin ich gucken soll. Meinen Kopf und meinen ganzen Körper kann ich dann nicht frei bewegen. Diese körperlichen Symptome machen mich schon seit meiner Schulzeit fertig. Ich kann nicht entspannt irgendwohin gehen ode irgendwo sitzen. Irgendwo im Cafe sitzen? Ist unmöglich, fühle mich eingedrängt und umzingelt. Brauche ich jetzt das Olanzapin oder sind das nur schon seit Jahren bestehende Körperliche Mechanismen die sich eingebrannt haben. Mir hat man schon einige Male gesagt, dass ich locker sein soll, mitreden soll aber es geht einfach nicht. Vielleicht überimmt mein Unterbewusstsein meinen Körper einfach und ich kann es nicht kontrollieren.

Dieses Misstrauen, dieses Einfrieren, den Kopf nicht locker bewegen können und die körperlichen Reaktionen habe ich schon länger. Länger als die Diagnose Paranoide Schizophrenie die ich 2018 bekommen habe.

Was meint Ihr? Medikamente oder was anderes?
Hallo Adam ,
ich sehe das auch so!
Medikamente allein ,sind keine Wunderpillen und können die Problematiken nicht "wegzaubern"...

ich sehe möglicherweise die Probleme bei dir tiefer im Inneren...
ich weiß ja selbst nicht ,was du früher so alles erlebt hast, aber vor allem das was man in der Kindheit oder in der Jugend erlebt kann einem lange Zeit oder langfristig im Erwachsenenalter prägen...oftmals - natürlich nicht nur in deinem Fall,sind generelle Therapien wichtig um Vergangenes aufzuarbeiten auch wenn es sich nur eher um banale Dinge handelt die einen trotzdem dauerhaft prägen denn sie sind alle im Unterbewusstsein tief in uns verankert...
auch wenn wir selber nicht sofort darauf kommen und wo die Ursachen liegen und das kann wirklich nur ein Psychotherapeut oder ein/e Psycholog/e/in aus Expertensicht beurteilen..

auch wenn Medikamente einige Symptome erträglicher machen können können sie teilweise solche Probleme auch noch verstärken also bezüglich Menschen und unterwegs sein und so...was jetzt aber generell nichts mit der Grundproblematik zu tun hat...

dir sollte leider aber bewusst sein ,dass es ziemlich lange dauern kann, bis man ein Therapieplatz bekommt.

ich drücke dir die Daumen dass du das alles packst und auch die Motivation dafür aufbringen kannst und auch Geduld hast denn dann wird es sich lohnen!
eben halt nicht aufgeben und mit einer optimistischen Einstellung herangehen an der Sache!💪

alles Gute für dich!👍💚
Gruß marci