Medikament bei starker Negativsymptomatik

Ja, bei Schizophrenie hat man welche in der Regel, bei dir scheint es trotzdem gut zu klappen, denn deine Wohnung scheint ja geputzt zu sein und du kümmerst dich um die wesentlichen Sachen. Bei mir war es zeitweise wie bei einem Messi, wo ich kaum ohne Hilfe meinen eigenen Wohnraum oder Etage putzen konnte und sich auch anderweitig die Unordnung angesammelt hat, als es mir schlecht ging.
Dir geht es da ja vergleichsweise gut, also hast du keine ganz so ausgeprägten Negativsymptome, als ich sie damals hatte.
Heute geht es mir ja vergleichsweise gut, also wegen der Medikamente und Antidepressiva.

Du hattest damals mal Citalopram, was ein SSRI Antidepressivum ist und an sich keinen solchen positiven Effekt auf Negativsymptome macht. Das Bupropion ist ein SNDRI und bringt schon mehr. Am besten ist es klar wie du, wenn man das ohne Medikamente übersteht, aber bei mir werden dann die Negativsymptome schlimmer und auch Positivsymptome kommen wieder und lieber nehme ich die Antidepressiva durchgängig, als dass ich ständig oder häufig das Abilify nehmen muss und dann wie betäubt oder behindert bin, was die Antipsychotika eben machen. Abilify geht ja noch, du solltest es ja vom Olanzapin kennen, was du damit machst und da nehmen dann Negativsymptome auch teilweise zu, die gleichzeitig ein Teil der Erkrankung sind.

Also bei dir sind eben die Positivsymptome im Mittelpunkt, auch weil du keine Antipsychotika einnimmst, was Negativsymptome zumindest eine Zeitlang auch bessern kann, trotzdem können diese da sein oder schlimmer werden, wie es bei mir normal auch mit Antidepressiva ist, weshalb ich zwischendurch Aripiprazol kurz einnehmen muss.

Wenn die Negativsymptome bei dir schlimmer werden und starke Positivsymptome mit Klinikrückfall dazukommen, dann bekommst du zwangsläufig Medikamente und kannst dich dann etwas anderes als starres absetzen wie du es jetzt versuchst überlegen.
Ich wünsche dir ja das du zu den Glücklichen gehörst, wo sich das von selbst wieder einpendelt, was von der Heilungschance wohl auch der beste Weg ist, wenn du aber wieder in die Klinik musst, dann wirst du bei Eigen- und Fremdgefährdung wieder Antipsychotika nehmen was dann sich anfühlt wie, wenn man wieder am Anfang steht, da musst du dann ja auch sehen was für Kompromisse du eingehen kannst.
Meine Empfehlung ist im Grunde ein Kompromiss zwischen Einnahme von Medikamenten und dem teilweise Absetzen, da das sehr starke Antipsychotikum von der Einnahmedauer und Dosis her minimal ist, also vielleicht ca. 1/20 dessen, was man üblicherweise einnehmen muss. Die Antidepressiva Bupropion und Citalopram ergänzen sich gut und sind selektive verträgliche Antidepressiva, also haben bei mir keinen negativen Effekt. Fühle mich damit kaum künstlich glücklich und nehme es wegen der Psychosen und den Negativsymptomen weniger wegen Depressionen, bei denen diese bei mir wirkungslos sind, da wirkt Aripiprazol besser, wenn ich niedergeschlagen bin von der antidepressiven Wirkung her.

Ich verstehe dich und hab das ja wie du auch probiert Gelöschter Benutzer 23473, nur war es bei mir eben nichts. Wenn du die Wahl zwischen zwei Übeln hast, nimmst du ja auch das, was für dich das angenehmste ist.
Absetzen wird von der Psychiatrie auch nur teilweise toleriert, ähnlich wie dein Psychiater dich davon abraten wird, da keiner die Verantwortung für einen Rückfall und den Risiken tragen möchte. Meine Empfehlung ist so ein Zwischending und nur weil es von den Antipsychotika 1/20tel der Menge keinen Gewinn verspricht, ist es längst kaum unwirksam. Die Antidepressiva sind Massenprodukt, von daher verdient die Pharmaindustrie da weniger als mit Antipsychotika, die teurer sind. Das wird auch mit ein Grund sein, weshalb meine Therapie wenig Unterstützung erfährt, weil man mit bestehenden Generika da gut auskommt, also womöglich keine Patentregelung findet und viele der bestehenden Patente auf neue Antipsychotika dann hinfällig werden, weil dann keiner mehr so eine 1000 € im Monat Lahmlegspritze braucht, wenn es mit meiner Empfehlung eine viel bessere Möglichkeit gibt die Patienten auch annehmen und wirklich heilen kann oder der Heilung näher bringt. Mich siehst du ja auch als gesund an, nur weiß ich das ich schon mein Päckchen habe und ganz andere Zeiten hatte, umso wichtiger das ich andere diese Empfehlung weitergebe, damit sich etwas an den Zuständen in der Psychiatrie ändert.
Aha. Spritzen sind generell teurer, egal was für eine Spritze. Das hat nichts mit Geld Macherei zutun. Die Wirksamkeit ist entscheidend. Scheinbar war der Wirkstoff bei dir zu stark, da du kaum Symptome hast...
aber du lebst ja gewöhnlich in deiner eigenen Welt und bist überzeugt in allem was du denkst.
Ist ok.
Glaube gerne weiter dran...