Medikament bei starker Negativsymptomatik

@Gelöschter Benutzer 23473
Bei dir ist die Situation einfach etwas anders. Womöglich hast du mehr Positivsymptome wie Halluzinationen und weniger Negativsymptome. Nur ein Teil der Erkrankten haben überhaupt akustische Halluzinationen und da will ich auch ungern mit dir tauschen. Ich hatte auch bedrohliche Geräusche, aber meine Halluzinationen bezogen sich meist auf reale Geräusche, Gerüche oder Geschmäcke, die ich anders wahrgenommen, uminterpretiert habe.
Mach dir meinetwegen keinen Kopf. Mir gehts gut und mich freut es, wenn du so klarkommst auch ohne Medikamente.
Meine Empfehlung ist an Betroffene mit starken Negativsymptomen gerichtet, die sonst kaum mehr was im Leben auf die Reihe bekommen, wo du scheinbar wirklich besser dran bist und dich da glücklich schätzen kannst.

Du hattest 10 Jahre später deine Psychose, hast mich nie wirklich in meinen schlimmen Phasen erlebt wo für mich alles auf Messes Schneide stand. Mir gehts heute gut und das wegen der Medikamente, die ich empfehle, dass du mich als gesund wahrnimmst, ist also eher ein Zeichen, dass es hilft und du meine Psychose kaum erkennen kannst.
Ich hab einen chronischen Verlauf, aber ich hab eben durch diese Medikamente wie ich es nehme ein halbwegs normales Leben.
Würdest du mich unter Dauerantipsychotika oder ganz ohne auf Dauer sehen, würdest du auch sehen, dass ich wirklich Probleme habe.
Ich hab einen guten Psychiater, mit dem ich über alles reden kann, also der auch Psychotherapeut ist und so das gut macht. Ich hab ansonsten viele meine Probleme in Foren und im Internet verarbeitet.

Du bist vielleicht 2-4 Jahre an der Psychose erkrankt, bei mir sind es schon 15 Jahre wobei erst seit den letzten 10 Jahren es deutlich besser wegen dieser Medikamenteumstellungen wurde. Du hast mich also nie wirklich krank erlebt und wenn nur Anflüge meiner Psychose, Paranoia etc.

Es ist zwar anders als bei dir, aber die Medikamente bei Psychosen sind im Grunde immer gleich. Meine Medikamente sind für dich derzeit ungeeignet, also wenn du es ohne schaffst, dann machst du ja alles richtig, nur gibt es kranke wie mich, die eben ohne Medikamente irgendwann völlig durchdrehen und kein normales Leben führen können. Bitte respektiere das. Man wählt eben das geringere Übel. Bei dir sind es keine Medikamente, bei mir eben meine Empfehlung, die ein Zwischending ist, mit sehr wenig Antipsychotika und dafür zusätzliche Antidepressiva, die weniger schädlich sind.

Drogenkonsum wie Alkohol und Zigaretten kann ich reduzieren, lass das mein Problem sein. Alkohol trinke ich im normalen gesunden Rahmen, wo ich schon relativ wenig trinke, Zigaretten könnte ich reduzieren.