Bei mir waren es auch genau diese Punkte, die mir geholfen haben. Es stimmt aber auch, dass es dazu gehört manches einfach zu akzeptieren und das war für mich, dass ich wahrscheinlich nie wieder genau so sein werde wie vorher. Die Psychosen, vor allem die erste Psychose mit Klinikaufenthalt, waren ein Trauma für mich, das mich dauerhaft verändert hat, auch wenn abgeflachte Gefühle mit der Zeit zurückgegangen sind und ich mich wieder für meine Hobbies begeistern kann. Dafür hab ich immer noch starke Motivationsprobleme und es ist nicht absehbar, dass das weniger wird, da gilt es eher Strategien zu entwickeln, um sich zum Beispiel den Haushalt so leicht wie möglich zu machen. Vieles an Negativsymptomen überwinden hat für mich auch bedeutet mich in Akzeptanz zu üben, erst als ich den Anspruch losgelassen habe wieder so werden zu wollen wie früher, konnte sich ein Gefühl der Erleichterung einstellen und "Normalität" einkehren, eben davon ausgehend, was für mich jetzt normal ist, ohne ständig meinem alten Ich nachzujagen.