Liebenswert trotz Psychoseerfahrung

Liebe Anna,

vielen, vielen Dank für deine herzliche Antwort. Es hat mich mich sehr berührt solch eine Resonanz von dir zu bekommen.

Ja, ich denke ich stigmatisiere mich auch selbst. Ich dachte, sowas könnte mir nie passieren. Ich habe immer viel Wert darauf gelegt einen klaren Verstand zu haben, und es macht wirklich unendlich viel Angst diesen für eine Zeit verloren zu haben. Als wäre die Welt aus dem Angeln gehoben. Als wäre etwas zerrissen, was meinem Selbst zuvor einen Rahmen gegeben hat. Wäre es körperlich passiert, dann hätten sich alle Zellen plötzlich voneinander gelöst und wären ins Nichts auseinandergefallen. - Aber vielleicht sollte man versuchen es anders zu deuten. Es war mehr wie ein Traum, der seine eigene Logik hatte. Eine andere Dimension.

Was du zu der Einsamkeit schreibst, kann ich zu 100% auch auf mich übertragen.

Literatur haben bei mir meine Freunde leider nicht gewälzt. Aber immerhin wurde ich Mal besucht, von zwei Freundinnen und meiner Familie.

"Du bist immer noch du!" Das kann ich (noch) nicht ganz wieder fühlen. Ich hoffe vielleicht eines Tages...
Genauso das mit der Liebe...

Was du über die Zärtlichkeit, mit der du es betrachtest, schreibst finde ich sehr beachtlich.

Wie hast du deine Psychose erlebt? Nur, falls du Lust hast noch ein wenig darüber zu erzählen. Wenn nicht, kann ich das auf jeden Fall nachvollziehen.

Liebe Grüße,
Fee