Vermisst Ihr auch die Manie so sehr wie ich? Und wie bekommt Ihr dieses Loch wieder zu?
Ich schätze es sehr, dass hier auch dir positiven Seiten der Psychose beleuchtet werden. Gesellschaftlich und auch in Therapeutenkreisen ist das für mich viel zu stigmatisiert.
Ich habe mich während meiner Psychose sehr fantasievoll gefühlt, wie ein Kind. Und auf eine gewisse Weise auch sehr bei mir und voller Selbstliebe. Ich hatte ein ganz spezielles Gefühl zu Farben, habe gemalt. Wollte mich mit Naturritualen heilen. Habe mein Zimmer nach einer speziellen Logik aussortiert.
Doch irgendwann kam auch die Angst gestalkt zu werden. Und die Schwierigkeiten meinen Alltag zu meistern, Orientierungslosigkeit.
Am schlimmsten war es ab dem Moment als ich in der Geschlossenen eingeliefert wurde. Ich bekam dort 0 Verständnis für meine Situation. Falsche Medikamente, weil sie dachten ich hätte Drogen genommen (was nicht stimmte). Ich hatte Angst. Bekam Krämpfe, und niemand half mir dabei, obwohl ich mehrfach geklingelt habe.
Im Nachklang dann eine innere Leere, mich nicht mehr in mir selbst fühlen, rasende Gedanken, innere Unruhe, Schlafprobleme, S*Gedanken, das Gefühl die Zeit funktioniert nicht mehr wie früher. Ein langer Albtraum. Hoffnungslosigkeit. Medikamente ohne Ende. Schlechtes Gewissen. Ängste. Emotionale Taubheit. Interessenverlust. Freunde, die sich von mir abgewandt haben.
Nein, das war das High definitiv nicht wert.