Starke Gedächtnisprobleme nach zweiter Psychose

Ich nehme das Aripiprazol nur noch sehr selten. Etwa im viertel Jahr so 2-3 Wochen am Stück.
Die Antidepressiva nehme ich täglich, wobei mir das bezüglich der Negativsymptome und der Absetzproblematik sehr hilft. Gedächtnis ist mit dem Bupropion eher etwas schlechter geworden, wobei mir das bezüglich der Erkrankung hilft.
Konzentration und Gedächtnis ist schon wesentlich besser geworden mit dem Bupropion. Was Termine angeht, bin ich etwas vergesslicher geworden, wobei es ja Terminkalender und so gibt. Mein Psychiater ruft einen Tag vor dem Termin auch so an und meine Mutter erinnert mich, in der Hinsicht bin ich etwas zu bequem und habe kein so gutes Gedächtnis was Termine, Geburtstage oder Namen angeht. Kann man sich trotzdem antrainieren und ich nutze jetzt häufiger am PC den Terminkalender, was ich schon viel früher hätte machen können.
Als ich nur Aripiprazol hatte, waren Termine für mich etwas leichter zu merken aber so leichte Unterschiede vom Gedachtniss hat man immer und kommt auf die Erkrankungsphase an da man irgendwo immer Prioritäten setzen muss und in der Psychose viele Dinge vernachlässigt worden sein können, also über Jahre, wenn am Haus arbeiten, Aufräumarbeiten, oder gewöhnlich Dinge wie Körperpflege etwas vernachlässigt würden, was aufgrund der Negativsymptome eben schwerer fällt und individuell die Problematiken und Schwächen unterschiedlich von Betroffene zu Betroffenen sind.
Mir hat es etwas geholfen an dem Dinge und Talenten die ich vernachlässigt habe(bereits vor der Psychose) also auch an schulischen Schwächen zu Arbeiten und mir die notwendigen Hilfsmittel zu suchen bzw. Menschen zu begegnen ob im Forum oder Real die mir irgendwelche Tipps oder Ratschläge mitgegeben haben.
Unter starker Medikation und Negativsymptomen kann das eine Sisiphusarbeit sein, da es zeitweise zwei Schritte vor und wieder zurück geht. Längerfristig ist dieses Träining und dranbleiben aber sehr wertvoll um psychologische und gedankliche Strategien zu entwickeln um effizienter an den eigenen Schwächen und Einschränkungen arbeiten zu können, diese zu hinterfragen und Prioritäten am Gesundheitszustand anzupassen, was eben im Bereich des Möglichen liegt.

Später hat mir das Bupropion und allgemein die Medikamente Umstellungen diese Barrikaden genommen, so das ich wieder besser denken und mich konzentrieren konnte, motivierter auch alte Baustellen anzugehen etwas putzen oder wieder etwas mehr Ordnung, Spaß und Freude ins eigene Leben zu bringen.

Wir wachsen ja an unseren Aufgaben und Schizophrenie kann Maßgeben an unserer Selbstfindung beitragen vor allem wenn Medikamentös und vom Verlauf her ein Happie Ende kommt, also man trotz Jahrelanger krankheitlicher Entbehrungen, später diese Erfahrungen helfen.