Wie soll ich mich als Angehörige bei Wahn verhalten?

Hallo,

zunächst möchte ich dir meine Anteilnahme aussprechen. Das ist nicht leicht als Angehörige und ich hoffe, dass ihr das schafft! Ich denke aber schon. Es wird vorübergehen, versprochen.

Ich kann als Betroffene berichten. Bei mir war es so, dass ich länger keinen Kontakt zu meiner Mutter hatte und in der Psychose bei ihr lebte. Wenn sie von der Arbeit kam, konfrontierte ich sie mit der Überzeugung, dass sie nicht wirklich dort wohnt, wo sie wohnt und mir nicht verraten will, wo sie in Wirklichkeit wohnt. Das war schwer für sie, weil ich das jedes Tag fragte und nicht davon abzubringenn war. Was kannst du tun? Ich denke nichts außer zuhören und Geduld haben. Dein Freund hat große Angst, da diese Fehlannahme seine derzeitige Realität ist.

Hat er zugestimmt in die Tagesklinik zu gehen? Das ist ja schon mal der erste Schritt. Meine Mutter war halt ziemlich rigoros und sagte, dass sie mich allein lässt, wenn ich nicht gehe.

Viel Kraft und viele Grüße