15 Jahre Prodomalphase ? Oder 15 Jahre verrückt und keiner merkt es?

Mero schrieb
Die Angst eine zu bekommen hat sich bei mir drastisch verringert, durch meine eigenen Regeln die ich befolge und ich würde dir raten für dich selbst auch diese Regeln anzuwenden. Seitdem denke ich fast gar nicht mehr daran, ehrlich gesagt ist es sogar komplett weg.

Aufgeflammt ist es jetzt nur wegen meiner Angst vor Simplex, da ich wieder fleißig über Google am lesen war und ein kleiner Artikel dort war über Schizophrenie. Das hat mich wieder getriggert und ich habe diese Seite hier gefunden, sonst hätte ich mich hier nicht angemeldet.

In meiner Familie hat niemand eine Psychose oder Schizophrenie und ja meine Beziehung läuft gut ohne diese würde es mir eindeutig schlechter gehen, das gibt mir Halt.





Hattest du mal eine Beziehung? Ich würde dir auf jeden Fall raten, mal eine anzustreben. Ein anderer Mensch in deinem Leben könnte vielleicht auch genau das sein, was du benötigst um zu funktionieren. Du wärst dann auch nicht mehr so fixiert auf dich, da du mit deinem Partner beschäftigt wärst. Heutzutage kann man sehr leicht Beziehungen finden über das Internet und wenn es nicht passt dann lernt man halt den nächsten kennen. Es findet sich immer einen der dich so nimmt wie du bist und auch deine Krankheit.

Es ist schön, dass du in der Lage bist eine Beziehung zu führen. Natürlich gibt eine Beziehung einem Halt und den meisten Menschen tut eine Beziehung gut. Mir nur so halb. Aufgrund meiner Erkrankung habe ich Schwierigkeiten mich auf jemanden einzulassen bzw jemanden auszuhalten. Ich brauche viel Ruhe. Ich hatte einmal eine richtige Beziehung, die ich dann auch einfach irgendwann beendet habe, weil es mir so schlecht ging. Ich brauche viel Ruhe und obwohl mein damaliger Partner und ich sehr gut zsm gepasst haben und er immer sagte, dass er garnicht merken würde, dass mit mir etwas nicht stimmt ,konnte ich es nicht mehr aushalten, weil ich mit dieser Wahrnehmung und diesem Gefühl, jederzeit durchzudrehen, fast nichts mehr machen kann in meinem Leben. Es ist schwierig es zu beschreiben.




Ja aber du hast dich ja nicht verändert darum geht es ja.

Wenn dann sind ein paar Ängste hinzu gekommen aber paranoid bist du nicht oder hast auch keine wirren Gedanken an die du fest glaubst und überzeugt davon bist. Das ist ja der Unterschied, zwischen Angst und Psychose. Das du dich irgendwann in einer Psychose verlierst das glaube ich nicht, da du dich schon sehr lange damit rum schlägst, dein Gehirn hat schon eine Festung gebaut und dich stabilisiert, nur die Angst ist geblieben. Bei mir ist es genauso.

Es geht nicht um meine Ängste. Die machen mir nicht das Leben schwer. Ich habe in den letzten Jahren selten Ängste gehabt. Schizophrenie ist mehr als nur Stimmenhören und Halluzinationen. Diese verzerrte Wahrnehmung, dass ich mich so abgetrennt von allen fühle, Gedankenrasen, kongnitive Störungen etc etc ich will nicht wieder alles aufzählen, das gehört auch dazu. Und in den letzten zwei Jahren habe ich mich schon nochmal verändert. Hab zu allen den Kontakt abgebrochen, weil ich allen misstraue und bin noch mehr in der Derealisation drin. Und ich bin der Meinung, dass ich unterschiedliche Wahnideen habe. Die eigentliche Diagnose ist ich eig echt egal, bei mir sind sich noch nicht mal die Ärzte einig, da werden wir beide es mit Sicherheit auch nicht.

Es geht ja eher darum, wie werden die Symtome behandelt. Leider habe ich mich da in etwas verrannt. 15 Jahre lang dachte ich, ich könnte mich selbst heilen. Das ist auch schon ein Wahn bei mir dieses "Wie werde ich gesund Thema" , aber ich schaffe es leider nicht, das erkenne ich jetzt. Jetzt muss ich eben gucken, was ich daraus mache, Tabletten nehmen oder sich das Leben nehmen. Ich versuche es erstmal mit CBD. Und dann vermutlich mit Medikamenten. Es wird eine nicht so schöne Zeit auf mich zukommen und ich werde viele Medikamnte probieren müssen, aber das hätte ich schon vor Jahren machen sollen, jetzt komme ich da nicht mehr drum rum. Und ich denke auch, dass ich ein scheiß Neuroleptikum nehmen muss, denn das war das einzige Mittel, dass mich jemals aus diesem Zustand befreit hat. Ich werde es annehmen müssen, krank zu sein. Aber ich werde nur eine geringe Dosis von dem Medikament einnehmen, darauf achten, nicht zuzunehmen und dass man mir die Einnahme nicht ansieht.

Glaube ich auch nicht, nur meine Angst versucht es mir einzureden, Beziehungsweise ist es ein Gemisch aus Zweifel und Angst.

Momentan habe ich es aber Gott sei Dank gut im Griff, es ist nicht mehr so belastend wie vor einer Woche.

Auch geht es mir schon wieder etwas besser, komme da langsam raus mit meinen Regeln.

Ja, das bei dir ist echt klassisch für eine Angststörung, die aufflammende Angst, dann dann flacht die Angst wieder ab, dann kommt sie wieder, aber die lässt sich ja glücklicherweise gut therapieren. Die Sucht ist vllt eine Folgeerkrankung von der Angststörung. Dass du Regeln aufstellst, ist gut, das ist so eine Art Verhaltenstherapie und kann schon richtig gut helfen. Aber weißt du, wofür die Angst steht ? Warum die Sie hast? Meine Erfahrung ist, wenn man etwas nur auf kognitiver Ebene gearbeitet, dann kann sich das Problem zwar dadurch lösen, aber dann entsteht ein neues Problem. So lange bis man erfährt, was hinter der Störung steht und das Problem an der Wurzel packt. Hast du dich schon mit deiner Kindheit auseinandergesetzt? Oder mit Glauben / Spiritualität ? Ich habe dir das schon mal geschrieben, da du eine starke Vorstellungskraft hast, würde ich das aufjedenfall für dich nutzen.

Genau diese Beschäftigung ist falsch. Du solltest mit deiner Vergangenheit abschließen und im Hier und Jetzt leben, nimm das Leben so wie es ist und mach das Beste daraus. Deswegen mein Rat, versuch eine Beziehung anzustreben zu einer Person der dich versteht und wenn dich verliebst, wirst du keine Zeit und Interesse mehr haben an die Angst zu denken.

In meiner Verliebtheitsphase, war meine Angst total verschwunden, so als ob sie nie existiert hat, das hat mir auch sehr geholfen und ich konnte wieder klarer denken und mein Leben leben wie vor der Angst.

In meinem Fall muss ich dir Recht geben. Mir bringt es nichts mehr auf die Vergangenheit zu schauen. Ich weiß alles über mich, was ich wissen muss. Und ich muss ins Hier und jetzt zurückkommen. Ganz richtig. Ich muss nur einen Weg finden, denn ohne Medikamente schaffe ich es leider nicht mehr.

Eine Beziehung? Jetzt? Niemals. Das würde mir gerade noch fehlen. Für mich wäre das Stress,den ich nicht gebrauchen kann. Bei mir ist das so, dass mich auch positive Sachen so arg stressen können, dass die Derealisation schlimmer wird und ich mich komplett zurückziehe.

Richtig erkannt, du bauchst jemanden zum reden, bei mir ist es auch so das hilft. Daher mein Rat das ich gerne wiederhole, strebe eine Beziehung an, es gibt immer den einen Menschen, nie die Hoffnung aufgeben immer weiter suchen.

Danke für deine Antwort und für die eindringliche Beziehungsempfehlung ☺️ Ich weiß, dass das ein Problem ist bei mir und ich "arbeite" daran.. Es wäre schon einfacher irgendwie, aber gleichzeitig ist es auch so schwer für mich, das hat etwas mit meinem Elternhaus zu tun.