15 Jahre Prodomalphase ? Oder 15 Jahre verrückt und keiner merkt es?
Apfelschorle schrieb
Vllt kam das falsch rüber. Diese paranoiden Gedanken habe ich so nicht oft. Nach der Verdachtsdiagnose hatte ich es ganz ganz schlimm, aber nach einem halben Jahr wurde es besser, auch ohne Medikamente.
Ist ja logisch. Ein Arzt der meiner Meinung nach wenig Ahnung von dieser Materie hat, gibt eine Diagnose durch und für dich ist das dann wie ein Gerichtsurteil, dein Gehirn nimmt es an und die Angst meißelt es in Stein.
Und schwupps hat man eine Psychose, obwohl man keines hat.
Apfelschorle schrieb
Hast du dich eig komplett von dem Gedanken gelöst, dass du eine Schizophrenie hast? Hat das irgendeiner aus deiner Familie?
Funktioniert deine Beziehung gut?
Die Angst eine zu bekommen hat sich bei mir drastisch verringert, durch meine eigenen Regeln die ich befolge und ich würde dir raten für dich selbst auch diese Regeln anzuwenden. Seitdem denke ich fast gar nicht mehr daran, ehrlich gesagt ist es sogar komplett weg.
Aufgeflammt ist es jetzt nur wegen meiner Angst vor Simplex, da ich wieder fleißig über Google am lesen war und ein kleiner Artikel dort war über Schizophrenie. Das hat mich wieder getriggert und ich habe diese Seite hier gefunden, sonst hätte ich mich hier nicht angemeldet.
In meiner Familie hat niemand eine Psychose oder Schizophrenie und ja meine Beziehung läuft gut ohne diese würde es mir eindeutig schlechter gehen, das gibt mir Halt.
Apfelschorle schrieb
Ich könnte mir gar keine Beziehung vorstellen. Ich identifiziere mich zu stark mit meinen Störungen und denke immer, dass mich so sowieso keiner annehmen würde, ich kann mich selbst so nicht annehmen, deshalb bleib ich lieber allein. Früher habe ich immer gehört, dass man mir das garnicht ansehen würde, dass es mir nicht gut geht, aber seitdem ich die Verdachtsdiagnose bekommen habe, merkt man es schon denke ich. Ich habe gar kein Selbstbewusstsein mehr und fühle mich unter normalen gesunden Menschen nicht mehr wohl
Hattest du mal eine Beziehung? Ich würde dir auf jeden Fall raten, mal eine anzustreben. Ein anderer Mensch in deinem Leben könnte vielleicht auch genau das sein, was du benötigst um zu funktionieren. Du wärst dann auch nicht mehr so fixiert auf dich, da du mit deinem Partner beschäftigt wärst. Heutzutage kann man sehr leicht Beziehungen finden über das Internet und wenn es nicht passt dann lernt man halt den nächsten kennen. Es findet sich immer einen der dich so nimmt wie du bist und auch deine Krankheit.
Apfelschorle schrieb
naja, bei manchen geht es von heute auf morgen los, viele verändern sich aber schon Monate oder Jahre vor Ausbruch der ersten akuten Psychose. Bei meinem Vater ging es auch nicht von heute auf morgen los, also für mich als Kind damals schon, aber jetzt wo ich das genauer analysiert habe, hat er sich auch ca 2-3 Jahre vor der Psychose verändert gehabt
Ja aber du hast dich ja nicht verändert darum geht es ja.
Wenn dann sind ein paar Ängste hinzu gekommen aber paranoid bist du nicht oder hast auch keine wirren Gedanken an die du fest glaubst und überzeugt davon bist. Das ist ja der Unterschied, zwischen Angst und Psychose. Das du dich irgendwann in einer Psychose verlierst das glaube ich nicht, da du dich schon sehr lange damit rum schlägst, dein Gehirn hat schon eine Festung gebaut und dich stabilisiert, nur die Angst ist geblieben. Bei mir ist es genauso.
Apfelschorle schrieb
@ Mero Ich denke übrigens auch nicht, dass du schizophren bist. Du hast bestimmt eine generalisierte Angststörung. Die wurde dir auch diagnostiziert oder ? Ich hatte das früher auch oft, dass ich Angst hatte, etwas mit meinem Körper stimmt nicht. War auch richtig oft beim Arzt früher. Ist auch besser geworden . Ich hatte generell sehr viele Ängste früher, immer andere, es ist viel besser geworden. Habe mich einbisschen mit dem Buddhismus beschäftigt. Das hat mehr geholfen, als drei Therapien. Es geht auch viel um Annehmen. Annehmen, was man nicht ändern kann und Vertrauen darauf haben, dass das Leben auf unserer Seite ist und das Gute im Schlechten erkennen
Glaube ich auch nicht, nur meine Angst versucht es mir einzureden, Beziehungsweise ist es ein Gemisch aus Zweifel und Angst.
Momentan habe ich es aber Gott sei Dank gut im Griff, es ist nicht mehr so belastend wie vor einer Woche.
Auch geht es mir schon wieder etwas besser, komme da langsam raus mit meinen Regeln.
Apfelschorle schrieb
Mero Wie lange hast du das schon?
Was hast du schon gemacht, um es in den Griff zu bekommen? Hast du schon herausgefunden, welche Bedeutung deine Sucht und deine Angst für dich hat? Also warum sie entstanden sind?
Gruppentherapie oder einfach versucht nicht mehr zu spielen. Die Sucht ist im Kopf aber so stark das es manchmal richtig quälend wurde und meist schlimmer war als die Angststörung und habe dann meist nachgegeben.
Aber auch öfters als Freizeitaktivität benutzt und zusammen mit Freunden spielen gegangen, dann war es schon fast wie eine Therapie, man fühlt sich gut und hat keine Angst mehr, der Tag fing an Spaß zu machen, was sonst normal fast nie der Fall war.
Apfelschorle schrieb
Ich habe mir sehr viel damit beschäftigt, warum ich was habe. Ich denke, es ist wichtig, es zu verstehen. Teilweise wird dadurch schon eine Symtommilderung erreicht, wenn man versteht, dass es etwas mit unseren Erfahrungen von früher zu tun hat und aktuell, in der Gegenwart fehl am Platz ist.
Genau diese Beschäftigung ist falsch. Du solltest mit deiner Vergangenheit abschließen und im Hier und Jetzt leben, nimm das Leben so wie es ist und mach das Beste daraus. Deswegen mein Rat, versuch eine Beziehung anzustreben zu einer Person der dich versteht und wenn dich verliebst, wirst du keine Zeit und Interesse mehr haben an die Angst zu denken.
In meiner Verliebtheitsphase, war meine Angst total verschwunden, so als ob sie nie existiert hat, das hat mir auch sehr geholfen und ich konnte wieder klarer denken und mein Leben leben wie vor der Angst.
Apfelschorle schrieb
Vllt glaubst du mir jetzt Mero, dass ich nicht mehr ganz dicht bin. Wieso schreibe ich denn so viel? Das ist doch auch nicht normal. Vllt weil ich so isoliert bin. Ich werde mir jetzt einmal wöchentlich oder öfter alles von der Seele schreiben, keine Angst nicht hier ? für mich. Hab gehört, dass das manche machen und ich denke mir würde das auch gut tun
Richtig erkannt, du bauchst jemanden zum reden, bei mir ist es auch so das hilft. Daher mein Rat das ich gerne wiederhole, strebe eine Beziehung an, es gibt immer den einen Menschen, nie die Hoffnung aufgeben immer weiter suchen.