15 Jahre Prodomalphase ? Oder 15 Jahre verrückt und keiner merkt es?

Hallo Mero,

Danke für deine Antwort. Mir ging es in den letzten Tagen gar nicht gut, hatte oft angefangen, etwas zu schreiben, aber mein Kopf war zu durcheinander.

Vllt kam das falsch rüber. Diese paranoiden Gedanken habe ich so nicht oft. Nach der Verdachtsdiagnose hatte ich es ganz ganz schlimm, aber nach einem halben Jahr wurde es besser, auch ohne Medikamente. Jetzt habe ich das auch nur ab und an mal. Zb beim Auto Fahren, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe und es dunkel ist oder wenn ich zu Hause bin und es dunkel ist. Aber nur in diesen Siutationen habe ich manchmal solche Gedanken, was zum Teil bestimmt auch daran liegt, dass mein Gehirn sich die "gefährlichen Situationen" eingeprägt hat und dann automatisch der Gedanke aufkommt.

Diese Angst davor haben aber auch viele, die schon mal eine Psychose hatten. Und so ist es auch bei mir. Die Angst ist berechtigt. Ich spüre das. Es ist mehr als eine Angststörung, (die habe ich vllt noch zusätzlich) dass mit die Interaktion mit anderen Menschen so schwer fällt, dass es in meiner Welt nur mich und mein Inneres gibt. Ich habe mich die letzten Jahre so viel mit psychischen Erkrankungen beschäftigt, war auch mal magersüchtig, als das überstanden war, habe ich mich von morgens mit abends mit anderen äußeren Defiziten, die mir an mir aufgefallen sind, beschäftigt, habe unendliche Chirurgen aufgesucht, um mich beraten zu lassen, bin sogar schon zwei Mal für einen einzigen Tag ins Ausland geflogen dafür. Na klar kann man jetzt sagen, das ist eine körperdysphorme Störung, aber wenn man all die anderen Symptome dazu nimmt, wie schon genannt, vor allem das Unwirklichkeitsgefühl , diese diffuse Angst und eben auch die Tatsache, dass man Vater schizophren ist, kann man auch zu der Diagnose kommen, die mir ein Arzt unter Verdacht gestellt hat. Und zwar die schizzoaffektive Störung. Ich denke sie war da etwas vorsichtig mit der Diagnose, denn ich habe noch keine eindeutige akute Psychose gehabt, sodass die mir keine Schizophrenie diagnostizieren konnte.

Das Leben läuft komplett an mir vorbei und wenn ich darüber nachdenke, nicht erst seit dem 15 Lebensjahr, da fing ich nur an, darunter zu leiden, aber ich war schon immer anders irgendwie, auch als Kind.

Ich bekomme das nicht mehr hin, ein Medikament einzunehmen. Ich habe es bestimmt 50 oder 100 mal versucht mit einem Antidepressivum, aber ich habe es dann nach einigen Tagen immer wieder abgesetzt, weil ich garnicht mehr schlafen konnte, ich enorm unter Stress war dadurch, mein Gehirn nicht mehr zur Ruhe kam, ich habe eine Art Selbstgespräche in meinem Kopf gehabt, hab mich mit jemandem unterhalten und konnte das garnicht mehr steuern. Die Ärztin, die mir diese Verdachtsdiagnose gestellt hat, meinte dann, dass es kein Wunder sei und mich Antidepressiva psychotisch machen könnten und ich eig Neuroleptika bräuchte. Das Antidepressiva hat mir eig nur so wirklich geholfen, als ich die soziale Phobie hatte. Da habe ich es vom 15 bis 18 Lebensjahr eingenommen. Und danach hatte ich immer wieder damit angefangen, weil es mir eben so schlecht ging und ich dachte, es würde mir wieder helfen, weil es ja schon mal geholfen hatte. Einmal, vor 4 Jahren, da habe ich es geschafft, es für 3 Monate einzunehmen. Die Depression war dadurch echt verbessert, aber dieses Denken von morgens bis abends war immer noch da und diese komische Wahrnehmung auch. Das war zum ersten Mal weg, als ich vor zwei Jahren für 3 Wochen ein Neuroleptika zsm mit einem Antideptessivum eingenommen habe. Aber irgendwie bekomme ich es einfach nicht auf die Kette, es wieder einzunehmen, weil ich wirklich massive Nebenwirkungen hatte. Eig müsste ich alle Neuroleptika durchprobieren, aber ich habe einfach zu große Angst, dass am Ende nur noch alles schlimmer wird.

Ich habe bald einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde sie nach einen Rezept für CBD fragen. Ich habe das schon einmal ausprobiert, aber zu niedrig dosiert. Wenn das nicht hilft, weiß ich echt nicht mehr weiter. Das wäre vllt auch was für dich. Es soll unter andetem auch bei Ängsten und Schizophrenie helfen.

Hast du dich eig komplett von dem Gedanken gelöst, dass du eine Schizophrenie hast? Hat das irgendeiner aus deiner Familie?

Funktioniert deine Beziehung gut?

Ich könnte mir gar keine Beziehung vorstellen. Ich identifiziere mich zu stark mit meinen Störungen und denke immer, dass mich so sowieso keiner annehmen würde, ich kann mich selbst so nicht annehmen, deshalb bleib ich lieber allein. Früher habe ich immer gehört, dass man mir das garnicht ansehen würde, dass es mir nicht gut geht, aber seitdem ich die Verdachtsdiagnose bekommen habe, merkt man es schon denke ich. Ich habe gar kein Selbstbewusstsein mehr und fühle mich unter normalen gesunden Menschen nicht mehr wohl