Gedankenarmut, Kopf leer
Das ließt sich für mich auch wie nach einer Depression an. Selbst wenn es eine Negativsymptomatik der Psychose ist, lässt diese sich kaum mit Antipsychotika (vielleicht gerade mal mit bestimmten Atypika) behandeln. Nach den Erfahrungsberichten hier im Forum, als auch durch meine eigene Erfahrungen können Antipsychotika dieses Problem sogar verschlimmern.
Das erinnert mich auch an die Zeit in der Kinder- & Jugendpsychiatrie. Dort bekam ich auch zuerst Neuroleptika und weil ich unter diesen kaum klar denken konnte, bekam ich noch mehr.
Habe mich in einer Woche intensiv mit meinem bisherigen Leben und meiner momentanen Situation beschäftigt und viel im Internet recherchiert und bin dabei darauf gestoßen dass Neuroleptika zu Hirnabbau führen können.
Das können sie. Stress kann jedoch auch zum Hirnabbau führen, weshalb ich mich im Jugendalter große Sorgen um meinen Hippocampus gemacht habe und ein Antidepressivum wollte. Heute mache ich mir keine Gedanken darum. Ein kleineres Gehirn heißt nicht, dass man dümmer ist. Das Hirn kann übrigens nachwachsen.
Laut diesem Artikel kann aber auch eine Psychose selbst (wegen Stress?) neurotoxisch werden:
https://www.psychiatrictimes.com/view/antipsychotics-and-shrinking-brain
However, we are left with the additional dilemma that a longer duration of untreated psychosis (DUP) may also be neurotoxic. Longer DUP has been associated with poorer symptomatic and functional outcomes7 as well as brain volume loss.8
Die Stimmen sagten mir übrigens, ich sollte nur aus "Gliazellen" bestehen muss um unsterblich zu werden. Zurzeit habe ich zudem das Gefühl, meine Medikamente machen mich intelligenter. Ich nehme aber auch zurzeit die "härtesten" Stoffe, die es gibt.
Ist das denken bei jemandem wieder besser geworden wenn die Medikamente reduziert wurden? Muss ja nicht bei allen gleich sein aber meine Hoffnung ist, dass es wirklich am Medikament liegt. Dann kann man da wenigstens noch was machen.
Abgesehen von den Erfahrungen in der KJP, hatte ich vorher 50-50-0-0 unretardiertes Quetiapin wg. Unruhe verschrieben bekommen. Weil ich mich so gedämpft fühlte und weniger Gedanken bekam (was ein Vorteil sein kann :(), habe ich es absetzen lassen. Zugegeben, sind die vielen Gedanken, die Konzentration und den Antrieb, den ich in der Vergangenheit hatte nicht wirklich wieder gekommen oder habe es noch nicht bemerkt. (Vielleicht schreibe ich mehr im Forum, keine Ahnung)
habe halt auch gehört dass in der Klinik häufig erstmal alles überdosiert wird.
Kommt vielleicht auf die Klinik an. In meiner Klinik musste ich die Medikamente nicht nehmen. Ich war jedoch akut und wurde häufig fixiert. Erst nach der 2.Polizeiverhaftung habe ich die Medikamente gewissenhaft genommen, wobei mir selbst da Freiheiten gegeben worden sind. Ich würde es wagen und denen sagen, dass du seit Jahren keine Positivsymptome mehr hast und vielleicht eine Depression vermutest. Jetzt kommt aber das "Beste": Selbst Antidepressiva brauchen Wochen um zu wirken und können ggf. eine Depression anfangs verschlimmern. Du hast wirklich eine schwierige Zeit vor dir!
Viel Glück, Erfolg und gute Besserung!