Rückfall frühzeitig erkennen?

Was ich bestätigen kann, ist die auch bei mir eine gewisse Geschwindigkeit, ein Level, bei dem man nicht mehr rechtzeitig die Dosis erhöhen kann, sehr schnell eintreten kann ... ist man erst mal in der Psychose kann man das nicht mehr richtig steuern - so ging es letztendlich mir, dass ich trotz Medikation psychotisch wurde.

Ich hätte das anfangs auch nicht gedacht, dass das so 'ne lebenslängliche Sache ist. Und die, die es ohne Medikamente schaffen müssen quasi immer ideale Bedingungen haben - manchmal spielt das Leben aber so übel mit einem mit, dass es dennoch schief gehen könnte.

Ich würde mir beispielsweise Zutrauen auch vorausgesetzt, die Bedingungen sind ideal, ohne Medikamente zu leben, jedoch ist mir mittlerweile das Risiko zu hoch.

Ich hatte nach 7 stabilen Jahren den letzten Rückfall trotz Medikamente - davor war ich auch 6 Jahre stabil...also 2009 (4.Psychose), 2015 (5.Psychose), 2022 (6.Psychose).
Weiterhin habe ich mittlerweile Menschen kennengelernt, die 20 Jahre stabil waren und wieder eine Psychose bekommen haben.
Also die Psychose kündigt sich an und eskaliert dann so schnell, das man garnicht mehr schnell genug hochdosieren kann? Dann ist ja absetzen wie Russisch Roulette spielen. Aber immerhin hat man Lebensqualität in den Jahren zwischen den Episoden. War es Stress der die Rückfälle ausgelöst hat?