Akzeptanz
Akzeptanz ja, aber vor allem weil mir nichts anderes übrig bleibt.
Auf dem Weg dahin habe ich viel Biographiearbeit geleistet und oft versucht alles zu verstehen.
Mich, Menschen, die Welt und alles dazwischen. Die vielen Tiefs und Momente des Wahns solange mitgenommen und verändern wollen, bis ich verstanden habe, dass das alles ein Teil von mir ist. Ob ich will oder nicht. Dabei auch die Zwiespältigkeit wahr- und mitgenommen.
Kunst ist ein wundervoller Kanalisator von Manie. Ich schreibe Gedichte, mach Musik und philosphiere unglaublich gerne (wenn der Kopf es zulässt) und freue mich kindlich über diese überglückvollen Momente, die mich davor bewahren komplett im dunklen Tal der Wahnhaftigkeit und des Nicht in die Gesellschaft passens zu versinken.
Neben Menschen in meinem Umfeld, die mich akzeptieren wie ich bin (unabhänig eines Wissenstandes über meine Erkrankung), ist es das was mich am Leben hält.
Ich muss mit mir klarkommen in 'guten' wie in 'schlechten' Zeiten und kann dabei nicht erwarten, dass andere Menschen mich verstehen oder akzeptieren, wie ich bin. Das ist aber nicht mein Problem, solange ich vor dem Spiegel stehen kann, für mich und mein Handeln gerade stehe und weiß, dass Ich auch Ich bin und das ist mehr als eine geschundene Seele und ein unangepasster Kopf.
Auf dem Weg hab ich viel versucht meine Gefühle zu verstehen, meine Kindheit und Jugend aufgearbeitet und mich dabei meinen Ängsten und Erwartungen gestellt. Vieles was ich bei 'gesunden' Menschen wahrnehme, empfinde ich nicht oder anders und das ist nunmal so. Diese Akzeptanz war für mich sehr wichtig für eine weitergehende Akzeptanz meines Ichs