Beobachtungserleben

Rein technisch ist das hören von Stimmen eine andere Form von „Denken“ mit dem Unterschied, das der psychisch kranke dieses Denken als Stimmen hört, verbunden mit einer vertrauten, geliebten und vielleicht verstorbenen Person.

Ich persönlich kann da wenig zu sagen, ich habe nie Stimmen gehört. Kenne das aber aus Büchern und Schilderungen von Mitpatienten.

Was ich bei meiner Krankheit gelernt habe, ist, eine gewisse Haltung zu meinem Empfinden zu gewinnen. Das vermeintlich gesunde Gehirn lässt uns in dieser Gesellschaft funktionieren. Was aber eben keiner weiß, was sieht oder fühlt dieses gesunde Gehirn nicht. Zum Beispiel wissen wir von Mikrowellen oder Infrarot Strahlen, aber sehen kann die keiner.

Andere hören Farben oder sehen Musik. Anyway, wenn Du Dir bewusst wirst, dass Deine Stimmen Deine eigenen Gedanken sind und keinen fremden Einflüssen unterliegen, dann könnte da ja auch ein interessanter Dialog mit Dir selbst entstehen