Sexuelle Anhedonie?

Die Medikamente wirken zum Beispiel auch auf Serotonin und dem Hormon Prolaktin, was sich auf das Sexuelle auswirkt.
SSRI Antidepressiva dämpfen zum Beispiel die Libido etwas, was bei einer akuten Psychose ohne Medikamente eher verstärkt ist, da bei einer Psychose alles eher übersteigert ist.
Neuroleptika wirken unterschiedlich stark auf das Prolaktin, was sich auch bezüglich der Libido stärker bemerkbar macht.


Fazit:
Man kann das durchaus mit den Medikamenten etwas steuern. Problem ist, dass bei Standardtherapien da keine echte Regelung stattfindet, weil alles bereits im Wirkstoff und der Dosis festgelegt ist und man dann meistens in einem Extrem landet.
Neuroleptika sind sehr starke Wirkstoffe, es gibt nur wenige, die kaum Auswirkung auf das Prolaktin haben, wie etwa Aripiprazol und Ziprasidon, welche etwas milder diesbezüglich sind.

Vieles hängt vom Nebenwirkungsmanagement ab. Ich nehme etwa auch deswegen 3 Wirkstoffe (1 Neuroleptikum, 2 Antidepressiva) ein, damit sich die Nebenwirkungen leichter anhand der Medikamentedosis und Einnahmeform regulieren lasen. Es ist also keine statische Einnahmeform, wie es üblicherweise bei Psychosen gehandhabt wird.