Absetzten von Amisulprid

Das sind sie bei mir schon einem nicht geringen maße,muss man sich dran gewöhnen.
Problem ist, dass diese Emotionen immer mehr werden und ins Übersteigerte gehen, wenn du Pech hast. Ganz ohne Medikamente ist dem eben keine Grenzen gesetzt und dann bis du diesen Emotionen zu stark ausgesetzt.
Auch deshalb scheitern viele Absetzversuche. Weder emotionslos, mit Neuroleptika noch zu emotional ist die Lösung, ähnlich ist es mit Reizbarkeit, weil man eben auch nach längeren Absetzen leichter aggressiv und reizbar wird, mehr Misstrauen und Paranoia bekommt. Bis zu einem gewissen Grad sind diese Ängste ja normal und so, nur wenn man gewisse Grenzen beim Absetzen überschreitet, dann sollte man rechtzeitig gegensteuern, was im Akutfall dann schwierig sein kann, bis man das wirklich als Problem sieht, welches Medikamente rechtfertigt.

Das kann bei vielen oder einen gewissen Teil so sein , aber ich würde da nicht alle übern Kamm sheren .... Kann auch in mehreren Fällen langfristig gut gehen , so meine Meinung und auch Erfahrung.
Meinst du die Erfahrungen von anderen Betroffenen, die das Absetzen bewerben? Meist sind diese selbst instabil und hatten schon etliche Rückfälle, nur kann man das dann trotzdem schönreden, weil das Absetzen eben auch zeitweilig Gutes mit sich bringt, nur sollte man sich den Risiken dabei bewusst sein.
Du wirst es selbst sehen, wie es bei dir läuft, ob du da eine Ausnahme bist. Es kommt aber häufig vor und dabei schere ich niemanden über einen Kamm. Nur gibt es häufig Betroffene in Absetzgruppen, die das bewerben und schönreden, die es selbst nie geschafft haben, aber sich zeitweilig besser fühlen. Das mag alles ein Gewinn sein und wenn es auch nur 5 Monate ohne Medikamente ist, ich kann dir meiner Erfahrung nach sagen, dass ich viele in Foren erlebt habe, die es probiert haben und nahezu keiner es dauerhaft geschafft hat, mit Diagnose Schizophrenie. Bei anderen Diagnosen wie schizoaffektive Störung scheint es etwas besser zu sein.

Ob ich dir das Absetzen schön oder schlecht rede, wenn du dich gut damit fühlst, ist es ja dein Gewinn. Meine Empfehlung etwa mache ich auch nur, weil es eben einige Betroffene wie mich etwa gibt, bei denen das normale Absetzen eben zum Scheitern verurteilt ist und dabei man keine so großen Risiken der psychischen Instabilität eingeht.
Es ist ja so, dass fast jeder Betroffene mal die Medikamente abgesetzt hat und wir uns nichts vormachen sollten. Wenn es bei dir gelingt, dann super, anderweitig weißt du das es eben Alternativen gibt und bist darauf vorbereitet, dass es schiefgehen kann.