Matzes Sonntag - Soso, Gott ist also QUEER?
Doch, ich komme aus einer Patchworkfamilie, ich weiß, wie schädlich sich Ehebruch auf die Kinder auswirkt.
Ehebruch, wie jede andere plötzliche Veränderung der Lebensbedingungen, sind belastend für Kinder (und Erwachsene). Das sind Transitionen. Dazu gehört auch der Übergang in die Schule, ein Umzug, Tod in der Familie oder im Freundeskreis und ganz, ganz viele andere Dinge. Es tut mir leid für dich, dass du nicht die nötige Unterstützung bekommen hast, um mit dieser schwierigen Lage (im Kindesalter) umzugehen. Aber glaube mir, das geht. Und wenn Kinder "Schäden" davontragen (zum Beispiel?), dann lässt sich das häufig auf Folgendes zurückführen: 1) keine zuverlässige und einfühlsame Bindungsperson in den ersten Lebensjahren, 2) keine zuverlässige und einfühlsame (neue) Bindungsperson jetzt, 3) niemand, der diese Transition für das Kind erfahrbar macht, begleitet, ihm kindliche Möglichkeiten gibt, damit umzugehen und sich Zeit für das Kind nimmt, 4) Streit zwischen den Parteien, der das Kind mitbekommt oder über das Kind ausgetragen wird, 5) das Kind wird nicht in die Lösung des Konflikts/der Transition mit eingebunden und erlebt so keine Wertschätzung, Partizipation und Selbstwirksamkeit. Nicht nur simpel daran, dass Mama (Frau!) oder Papa (Mann!) wegbricht und man diese Geschlechter so unbedingt braucht. Vielfältige(!!!) weibliche und männliche Vorbilder und andere Vorbilder, ja. Die kann ein Kind aber ebenfalls auch von überall her bekommen..